Fußball

Mittwoch, 27. Juni 2012

Gutachter sagt aus: Breno-Brand: Technischer Defekt nicht auszuschließen


Bayern-Profi Breno vor dem Münchener Landgericht.
Bayern-Profi Breno vor dem Münchener Landgericht.
Foto: dpa
München –  

Wie und wo genau das Feuer in der Villa von Fußball-Profi Breno ausbrach, ist nach Ansicht eines Gutachters weiter unklar.

„Nach meinem Dafürhalten ist es nicht auszuschließen, dass ein technischer Defekt vorgelegen hat“, sagte der Sachverständige Peter Schildhauer am Mittwoch vor dem Landgericht München. Nicht auszuschließen sei auch, dass eine Kerze, offene Flammen oder eine heiße Halogenlampe Brandursache waren. Aber auch Brandstiftung sei möglich - selbst wenn keine Rückstände eines Brandbeschleunigers gefunden worden seien.

Schildhauers Ansicht nach muss das Feuer nicht zwangsläufig an mehreren Stellen im Haus ausgebrochen sein. Es könnte auch entweder im Gästezimmer im Keller des Hauses begonnen haben oder im Fernsehzimmer im Erdgeschoss. Schildhauer brachte auch die Möglichkeit eines sogenannten Flashovers ins Spiel, bei dem ein Zimmerbrand wegen der starken Hitze schlagartig in einen vollen Hausbrand übergeht.

Brenos Frau Renata ist am Mittwoch nicht im Zeugenstand erschienen.

Ihr Anwalt habe dem Landgericht München mitgeteilt, sie wolle von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch machen, sagte Richterin Rosi Datzmann. Renata Borges werde daher nicht vor Gericht erscheinen.

Das Landgericht muss herausfinden, ob der 22-jährige Breno Vinicius Borges im September vergangenen Jahres seine gemietete Villa im Münchner Nobelvorort Grünwald in Brand gesteckt hat, in dem das Ehepaar mit drei Kindern lebte.

Das Anwesen brannte aus und musste abgerissen werden. Es entstand ein Schaden in Millionenhöhe.

Breno hat sich bislang vor Gericht nicht zu den Vorwürfen der schweren Brandstiftung geäußert. Seiner Ehefrau wäre bei der Aufklärung des Falles möglicherweise eine Schlüsselrolle zugekommen.

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