Christian Seifert ist derzeit als Krisenmanager gefordert. Foto: Arne Dedert/AFP

Frankfurt/Main  - Es war abzusehen. Die Corona-Zwangspause der Bundesliga und 2. Liga wird verlängert. Mindestens noch fünfeinhalb Wochen rollt kein Ball. Gleichzeitig wird unter Hochdruck daran gearbeitet, die Saison irgendwie zu retten.

Bis mindestens zum 30. April ruht der Spielbetrieb. Darauf einigte sich das neunköpfige DFL-Präsidium. Die 36 Klubs müssen bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 31. März noch zustimmen – reine Formsache.

Verlust von 750 Millionen Euro droht

Ursprünglich war zunächst eine Aussetzung der Liga-Partien   bis zum 2. April beschlossen worden. Schon da hatte DFL-Geschäftsfürher Christian Seifert geahnt, dass die Pause länger wird. Ob tatsächlich ab Mai wieder – wenn überhaupt, dann ohne Zuschauer – gespielt wird, ist angesichts der raschen Ausbreitung der Corona-Pandemie offen.

Deswegen diskutierten die DFL-Bosse mehrere Stunden per Videokonferenz über einen Not-Notfallplan, wie Spiele ohne Fans im Stadion und mit Minimal-Einsatz von Arbeitskräften stattfinden könnten. Bei einem kompletten Saison-Abbruch drohen der gesamten Branche allein in Deutschland Einnahmeverluste von rund 750 Mio. Euro.