Die Bayern und ihr 40-Millionen-Poker um Javi Martinez - sind die verrückt geworden, oder ist der Star von Athletic Bilbao tatsächlich sein Geld wert? Wir sprachen mit Spanien-Experte Bernd Schuster. Der Blonde Engel, der das große Real Madrid als Trainer 2008 zum Titel führte, sagt: „Nein!“
Für den 52-Jährigen ist Martinez lediglich ein „solider“ Spieler. „Aber dafür zahlt man doch keine 40 Millionen €.“ In Spanien, so Schuster, sei der Bilbao-Star lediglich „zweite oder dritte Wahl“. Das Geld sei er deshalb nicht wert.
Aber was kann der 23-jährige Mittelfeldspieler? Welche Qualitäten hat er? Schuster: „Er ist ein solider Arbeiter. Er macht weite Wege. Aber er kann das Spiel nicht lesen oder dirigieren. Javi ist nur eine gute und solide Ergänzung zu einem echten Spielmacher, dem er den Rücken freihalten kann. Ich denke, dass sich die Bayern keinen Gefallen tun werden, so viel Geld für ihn auszugeben.“
Für Schuster sei der irrsinnige Millionen-Poker der Bayern das Eingeständnis, dass der Rekordmeister mit aller Macht und allem Geld den Titel erzwingen will. „Sonst versteift man sich nicht auf solch einen Spieler. Es wundert mich, dass sie keine Alternative zu ihm haben.“
Schusters Einschätzung scheint auch Manchester City-Trainer Roberto Mancini zu teilen. Der englische Meister hat sich aus dem Poker verabschiedet. „Für mich ist sein Preis zu hoch“, erklärte der Coach.

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