Als Uli Hoeneß in der vergangenen Woche mit hochrotem Kopf Arjen Robben verteidigte, dürfte in Leverkusen Michael Ballack innerlich applaudiert haben.
„Es geht mir auf den Sack, dass so ein Weltklassespieler infrage gestellt wird. Nur weil er nach acht Wochen Verletzungspause ein, zwei schlechte Spiele macht“, grantelte der Bayern-Präsident. Worte, die der einstige DFB-Kapitän bei Bayer vermisste, als er in der vergangenen Saison zurückkam. Und auch zu Beginn des Jahres sprang niemand für ihn in die Bresche, als er auf der Bank saß.
Inzwischen ist Ballack eine feste Größe. Aber nur noch bis Saisonende. Eine Vertragsverlängerung kommt nicht mehr infrage.
Aber was macht Ballack? Rückkehr nach England? Nein! Er will nicht in einem kleinen Klub gut bezahlt im Mittelfeld rumdümpeln.
Daher ist die wahrscheinlichste Variante die Major League Soccer. Kommt ein Angebot in der Kategorie David Beckham oder Thierry Henry – dann, so hört man, geht Ballack nach Amerika.
Nach unseren Informationen sendete Ballacks Ausrüster Adidas bereist erste Signale aus, den Weltstar über den großen Teich zu locken.
Der 98-fache Nationalspieler, der bereits im letzten Jahr seinen Vertrag mit den Herzogenaurachern langfristig verlängerte, soll das neue Gesicht des Sportartikelriesens in den USA werden. Ballack soll Beckham, der gerade mit den Los Angeles Galaxy Meister wurde, ersetzen. Becks verhandelt gerade mit Paris Saint-Germain.
Und dann würde sich Ballack einreihen in die ganz großen Stars der Welt. Schließlich wagten auch Franz Beckenbauer oder Brasiliens Fußball-Legende Pelé den Sprung in die USA und sorgten für eine riesige Euphorie. Auch für Ballack wären die USA der krönende Abschluss einer großen Karriere.

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