Fußball

2:2 gegen Schlusslicht Fürth: Werder Bremen kommt nicht von der Stelle


Ein Bild mit Symbolcharakter: Bremens Sokratis am Boden.
Ein Bild mit Symbolcharakter: Bremens Sokratis am Boden.
Foto: Bongarts/Getty Images
Bremen –  

Werder Bremen kommt einfach nicht von der Stelle. Nach zwei Heimniederlagen in Folge reichte es vor 40.000 Zuschauern im Weserstadion zu einem 2:2 (0:0) gegen Greuther Fürth. Immerhin muss man sagen, denn Bremen benötigte zwei Elfmeter, um sich einen Punkt gegen das Schlusslicht zu sichern.

Aaron Hunt verwandelte die Strafstöße in der 47. Minute zum 1:0 und in der 72. zum 2:2-Ausgleich. Für die Fürther trafen Stephan Fürstner (56.) und Thanos Petsos (62.). Trotz des Punktgeinns an der Weser bleiben die Franken Letzter der Fußball-Bundesliga.

Nicht alle Werder-Fans teilen diese Meinung. Die Kritik an Trainer Thomas Schaaf wächst.
Nicht alle Werder-Fans teilen diese Meinung. Die Kritik an Trainer Thomas Schaaf wächst.
Foto: Bongarts/Getty Images

Frank Kramer sah bei seinem Debüt als Erstliga-Coach der Fürther eine Partie auf schwachem Niveau, die in der zweiten Halbzeit von der Spannung lebte. Vor allem der Gastgeber enttäuschte seine Fans. Bereits zur Pause pfiffen und buhten die ersten Werder-Anhänger.

Kramers Mannschaft, die er im Vergleich zur Niederlage in Hoffenheim auf vier Positionen verändert hatte, zeigte sich agiler und aggressiver als die Bremer. Für den 40-Jährigen war es das dritte Spiel als Bundesliga-Trainer, die beiden Partien als Interims-Coach von Hoffenheim hatte er verloren.

Die Fürther offenbarten in Bremen einige Mängel, agierten allerdings mutig. Gleich in der Anfangsphase erarbeiteten sie sich zwei hochkarätige Chancen: Bernd Nehrig (8.) und Stephan Fürstner (9.) vergaben jedoch.

Der häufig gestikulierende Thomas Schaaf hatte wie zuletzt in Mönchengladbach auf eine taktische Variante mit Doppel-Sechs gesetzt. Überraschenderweise platzierte der dienstälteste Coach der Liga aber den zuletzt gesperrten Abwehrchef Sokratis für den verletzten Kapitän Clemens Fritz im Mittelfeld. Sicher wirkte die Bremer Defensive damit überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil: Werder ließ den Gästen zu viel Platz und hatte Glück, dass der Tabellenletzte die Fehler nicht schon in der ersten Halbzeit nutze.

Im Angriff der Bremer wurde es - wie schon seit Wochen - fast nur bei Aktionen von Kevin de Bruyne gefährlich. Die teuren Offensiv-Kräfte Hunt, Marko Arnautovic, Eljero Elia und Mehmet Ekici gehörten hingegen wieder nicht zur Startelf.

Hunt und Arnautovic kamen nach der Pause. Zumindest Hunts Einwechselung lohnte sich: Der Mittelfeldregisseur holte beim Foul von Lasse Sobiech den ersten Elfmeter heraus und verwandelte diesen ebenso sicher wie den zweiten Strafstoß. Arnautovic enttäuschte dagegen erneut.

In Bremen wächst der Unmut. Schon vor dem Spiel gab es einen stillen Protest. „1999 - 2013 ist genug“, stand auf einem Plakat, zudem die Initialen des Trainers, des Aufsichtsrats-Vorsitzenden Willi Lemke und des Vereinspräsidenten Klaus-Dieter Fischer.

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