Spaß haben und nicht verletzen! So lautete das Füchse-Motto für das letzte Spiel einer Super-Handballsaison. Dass es in Melsungen am Ende nur zu einem 28:28 (14:17) reichte, spielt für den Tabellenplatz keine Rolle mehr. Verletzt hat sich keiner. Und Spaß hatte vor allem Mark Bult.
Der Niederländer wird zum Saisonende zum absoluten Füchse-Bomber. Wie gegen Lemgo (36:24) legte er auch in Hessen einen Zwölferpack hin. Sensationell! Die Geburt seines Sohnes Semscheint Bult zum fliegenden Holländer zu machen. Oder ist es der Abgang von Alex Petersson?
Ein Isländer kennt keinen Schmerz
Auf der Position im rechten Rückraum ist Alexander Petersson derzeit der wohl beste Spieler der Welt. Das wissen auch die Rhein-Neckar Löwen, die den Isländer mit viel Geld nach Mannheim lockten. Dennoch hängt sich der 31-Jährige bis zum Schluss voll für seine Füchse rein, geht dafür trotz einer Schulterverletzung bis an die Schmerzgrenze. Seine Lücke soll der russische Nationalspieler Konstantin Igropulo, Top-Star vom FC Barcelona, schließen. „In der Offensive passt er noch besser zum System von Spielmacher Bartlomiej Jaszka“, sagt Manager Bob Hanning.
Die bisherige Nummer 1 im rechten Rückraum wechselt ja zu den RN Löwen und war am Sonnabend schon gar nicht mehr dabei. Wusste Bult eindrucksvoll zu nutzen und sagt somit jetzt schon mal Neuzugang Konstantin Igropulo (kommt aus Barcelona) einen ordentlichen Konkurrenzkampf an. Mit 99 Toren katapultierte sich der 29-Jährige in der internen Torschützenliste noch auf Rang 4. An Ivan Nincevic (gestern 3 Tore, insgesamt 178 Treffer) war ohnehin kein Rankommen mehr.
Das Saisonfinale war das erwartet schwere Spiel. Nach 14 Minuten lagen die Füchse sogar 7:10 hinten. Wurde aber in typischer Füchse-Manier gedreht. Eines der Bult-Tore machte daraus ein 12:10 (20.). Aber selbst der Drei-Tore-Vorsprung zur Pause (17:14) war schnell verspielt (18:18/38.). Danach konnten sich die Gäste nicht mehr richtig absetzen und mussten bis zum Ende immer wieder den Ausgleich hinnehmen.
Egal! Für die deutschen Nationalspieler geht der Spaß am Sonntag (17.30 Uhr) in Mannheim beim auch mit Ex-Stars geschmückten Abschiedsspiel von Heiner Brand weiter. R.M.

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