Am Montag ist auch für die Handball-Füchse der Urlaub vorbei. Silvio Heinevetter und Co. müssen wieder ran. Und zwar richtig hart. Trainer Dagur Sigurdsson: „Die Jungs werden in den nächsten Wochen sehr oft ihre Laufschuhe brauchen.“
Voraussetzung für eine erneut starke Saison ist schließlich eine ordentliche Vorbereitung. Deshalb ist der Coach nicht böse darüber, dass mit Ivan Nincevic nur ein Spieler bei den Olympischen Spielen ist. Sigurdsson: „Das Erlebnis hätte ich natürlich jedem Spieler gegönnt. Als Vereinstrainer bin ich aber auch froh, fast das komplette Team zur Verfügung zu haben. Da kann man doch ganz anders arbeiten und weiß, wie jeder einzelne drauf und belastbar ist.“
Am Montag stehen zunächst einmal aber nur Tests und Klamottenausgabe an. Auf der Geschäftsstelle am Gendarmenmarkt sind für Spieler, Trainer und Betreuer die Taschen mit neuer Trainingskleidung, Schuhen usw. gepackt und können abgeholt werden. Außerdem sind noch medizinische Untersuchungen vorgesehen. Erst ab Dienstag wird richtig geschwitzt. Aber nicht in der heimischen Halle sondern auf Island. Vom 17. bis 22. Juli weilen die Füchse im Trainingslager auf der Vulkan-Insel.
Der Trainer spielt dafür sogar den fliegenden Isländer! Sigurdsson kehrte nämlich erst am Sonntag aus dem Urlaub in seiner Heimat zurück. Und am Dienstag schon fliegt er von Berlin nach Reykjavik zurück. Knapp 5000 Kilometer, um eine Trainingstasche zu holen! Sigurdsson: „Darum geht es nicht. Die hätte ja auch einer mitbringen können. Es geht einfach nur um das Prinzip. Wenn ich von den Spielern verlange, dass sie pünktlich wieder in Berlin sind, dann muss ich auch vor Ort sein.“ Ist diese Disziplin nicht ein bisschen übertrieben? Sigurdsson: „Nein! Wenn ich aus München nach Berlin mit dem Auto fahren würde, wäre ich sogar noch länger unterwegs. Für mich ist es kein Problem, mich für rund drei Stunden in den Flieger zu setzen.“

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