Sie waren soooo nah dran. Nur eine Winzigkeit, eine verdammte Handbreit fehlte zur Sensation beim Final-Four-Turnier der Champions League. Doch die Handball-Füchse verloren vor 20.000 Fans im ausverkauften Hexenkessel Kölnarena nach heroischem Kampf mit 24:25 (12:15) gegen den THW Kiel, die Über-Truppe der Saison. So bitter. So gemein. So knapp. Kopf hoch, Jungs, ihr seid trotzdem Helden!
Bezeichnend die letzte Szene des Spiels. Colja Löffler, als zusätzlicher Feldspieler eingewechselt, lief unglücklich in einen Wurf von Alexander Petersson (mit 7 Treffern bester Fuchs), der den Ausgleich bringen sollte. DAS DARF DOCH NICHT WAHR SEIN! AUS! VORBEI! Die Superstars aus Kiel, in der Bundesliga verlustpunktfrei (64:0), rissen die Arme nach oben.
Die Jungs von der Ostsee konnten sich bei Filip Jicha bedanken. 11 Tore warf der Tscheche, auch das entscheidende. Er machte den Unterschied aus. Daran konnte auch Busenkumpel und Landsmann Petr Stochl nichts ändern, der ab der 18. Minute Silvio Heinevetter im Kasten der Füchse ersetzte. Der Titan (18 Paraden) zeigte eine Weltklasse-Leistung. Mal wieder.
Den 11-Tore-Wahnsinn gegen die Spanier aus Leon im Viertelfinale noch im Kopf, holten die Füchse einen scheinbar aussichtslosen Rückstand (5:11/20.) auf. Es fehlte nicht viel zum erneuten Wunder.
23:23 (54.), 24:24 (58.). Kiel wankte, aber fiel nicht. „Natürlich sind wir traurig. Was heißt schon, ich hätte überragend gehalten. Ich hätte zwei Bälle mehr abwehren müssen“, meinte Stochl traurig. Und Sven-Sören Christophersen ergänzte sauer: „Die Kieler haben doch gedacht, sie sind im falschen Film.“
Thierry Omeyer, der französische Mega-Keeper des THW, brachte es auf den Punkt: „Wir haben am Ende die Tore gemacht, die Füchse nicht. Das ist kein Glück.“ Fazit Smöre: „Wir wissen, dass wir eine historische Chance verpasst haben.“

Oh Füchse, jetzt wird’s aber noch mal eng mit der Champions League. 25:28 (14:15) beim HSV. Noch bitterer als die Niederlage das Drama um Linksaußen Ivan Nincevic. Mehr...

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