Noch drei Tage bis zum absoluten Handball-Highlight! Beim Final Four in Köln wird am Pfingstwochenende Europas Handball-König gekrönt. Wer die Champions League gewinnt, ist das Maß aller Dinge auf der Platte. Auf die Füchse wartet im Halbfinale am Sonnabend (15.15 Uhr) zwar Kiel. Doch die Füchse haben vier Hände für ein Hallelujah.
Silvio Heinevetter (27) und Petr Stochl (36) müssen über sich hinauswachsen. Wenn es gegen das Ausnahmeteam von der Ostsee ein Wunder geben soll, muss es zwischen den Pfosten beginnen. Trainer Dagur Sigurdsson nickt zustimmend: „Wir brauchen an diesem Tag zwei gute Keeper. Sonst hat man gegen Kiel keine Chance.“
Das Gegner-verzweifeln-lassen-Gen haben beide im Überfluss. Ein besseres Torwart-Duo als die Füchse-Hexer gibt es eigentlich nicht. Heinevetter: „Wir ergänzen uns gut. Wenn wir wechseln, dann fast immer mit Erfolg. Und so muss es sein.“
Während Heinevetter im Viertelfinal-Rückspielwunder gegen Leon scheinbar allein vier Hände hatte, nagelte Stochl gegen Großwallstadt (35:19) mit 22 Paraden (!) das Tor zu. Manager Bob Hanning: „Wenn du im Handball nach ganz oben willst, brauchst du zwei Torhüter der Extra-Klasse. Die haben wir. Aus meiner Sicht haben wir mit Petr eine zweite Nummer 1.“
Zwischen diesen beiden muss es natürlich auch stimmen. Zwei Heinevetters im Team wären sicher schwierig. Der eher ruhige Stochl passt dagegen perfekt zum deutschen Nationalkeeper. Während Heinevetter bei seinen Paraden auch gerne mal den Gegner geschickt provozieren und damit verunsichern kann, bleibt Stochl eher gelassen. Kurz die Faust geballt und auf den nächsten Ball gewartet. Stochl gibt die Komplimente weiter: „Als Torhüter bist du immer von einer guten Abwehr abhängig.“

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