Schade! Unnötig! Ärgerlich! Bitter! Die Füchse verlieren mit 23:24 (14:12) beim HSV. Aber umhauen wird diese blöde Niederlage Berlins Handball-Überflieger nicht! Schließlich waren die Jungs von Trainer Dagur Sigurdsson vor 11 429 Zuschauern lange das bessere Team.
Bis zur 44. Minute lagen die Füchse immer vorn. Vor allem zu Beginn der Partie hatte es sich ausgezahlt, aus dem heimischen Bett aufs Parkett zu stürmen und in der Nacht vor dem Spiel nicht ins Hotel zu müssen. Ausgerechnet Mark Bult, der für den verletzten Alex Petersson ranmusste, sorgte für das erste Tor (2.) des Abends.
Vollstress! Zu viel für die Füchse?
Bob Hanning: Es ist hart, ja. Aber wir stöhnen nicht. Genau da wollten wir schließlich hin. Das Training leidet. Das ist das eigentliche Problem.
Wieso?
Unsere Abwehr schwächelt etwas. Das kriegst du in Spielen schwer in den Griff, aber mit intensivem Training. Die Zeit haben wir derzeit leider nicht.
Aber noch stimmen die Ergebnisse, oder?
Richtig. Trotz der Heimniederlage gegen Veszprem. Ein solch verkorkstes Spiel darf sich die Mannschaft mal nehmen. Leuten, die uns eine Krise einreden wollen, sage ich: Wir haben keine Krise, bis jetzt ist alles Spaß pur. Aber die Krise kann durchaus noch kommen.
Weil die Belastung am Limit ist?
Genau. Ich spüre das übrigens auch an mir selbst. Deshalb fliege ich auch nicht mit nach Ungarn, nehme mir einen Tag Auszeit. Am Sonntag besucht mich mein Vater, dann schauen wir zusammen unser Spiel im Fernsehen.
Was erhoffen Sie sich denn am Ende der Saison? Was ist das Ziel?
Dass wir uns auf hohem Niveau stabilisiert haben. Wir bleiben bei dem Weg der kleinen Schritte.
Also keine Titel?
Nein. Aber wir würden sie durchaus mitnehmen.
Nach zwölf Minuten hieß es 6:2. Bei den Füchsen funktionierte und harmonierte alles. Iker Romero sagte bei einer Auszeit sogar auf Deutsch den nächsten Spielzug an. Dank der Tore von Sven-Sören Christophersen und Ivan Nincevic (je 6) und Wahnsinnsparaden von Silvio Heinevetter sah es lange Zeit richtig gut für die Gäste aus.
Fast wäre auch der Schachzug mit Bartlomiej Jaszka aufgegangen. Der Pole wurde verletzt gemeldet, biss aber doch auf die Zähne und hatte 94 Sekunden vor Schluss beim23:23 die Chance zur Führung. Das entscheidende Tormachte Igor Vori aber auf der Gegenseite. R.M.

Nach der harten Arbeit darf man sich vergnügen. Mit 26:21 haben die Handball-Füchse ihre Bundesliga-Hausaufgabe in Balingen ordentlich gemacht. Mehr...
Bis zum Final Four der Königsklasse am nächsten Wochenende muss der Kreisläufer aber fit sein. Mehr...

| Mannschaft | Tore | Punkte | ||||
| 1 | THW Kiel | 1033 | : | 756 | 64:0 | |
| 2 | Flensburg-H. | 994 | : | 855 | 53:11 | |
| 3 | Füchse Berlin | 952 | : | 825 | 50:14 | |
| 4 | HSV Hamburg | 1017 | : | 907 | 49:17 | |
| 5 | R-N Löwen | 982 | : | 899 | 44:20 | |
| 6 | Magdeburg | 956 | : | 908 | 39:27 | |
| 7 | TBV Lemgo | 931 | : | 920 | 36:28 | |
| 8 | FA Göppingen | 844 | : | 856 | 32:32 | |
| 9 | MT Melsungen | 891 | : | 931 | 29:35 | |
| 10 | Gummersbach | 918 | : | 979 | 27:35 | |
| 11 | N-Lübbecke | 878 | : | 894 | 26:38 | |
| 12 | Hannover-B. | 887 | : | 942 | 24:38 | |
| 13 | Großwallstadt | 804 | : | 872 | 24:40 | |
| 14 | Balingen-W. | 802 | : | 887 | 22:42 | |
| 15 | HSG Wetzlar | 800 | : | 843 | 19:45 | |
| 16 | Bergischer HC | 871 | : | 977 | 17:47 | |
| 17 | Hüttenberg | 830 | : | 944 | 17:47 | |
| 18 | Hildesheim | 818 | : | 1013 | 4:60 | |