Sonntag, 22. Januar 2012
21:21

Deutschland fuchsteufelswild


Sven-Soren Christophersen wirft den Ausgleich.
Sven-Soren Christophersen wirft den Ausgleich.
Foto: dapd
Belgrad –  

Das ist der blanke Handball-Wahnsinn! Deutschland schafft zum Auftakt der Zwischenrunde in einer irren Aufholjagd gegen EM-Gastgeber Serbien noch ein 21:21 (7:12). Das Halbfinale, der Platz in einem Olympia-Quali-Turnier – alles ist weiter in greifbarer Nähe. Noch schöner: Die Helden gegen Serbiens Spieler und 20 000 frenetische Fans sind zwei Füchse: Torwart Silvio Heinevetter und Sven-Sören „Smöre“ Christophersen.

Heinevetter liebt diese Atmosphäre. Umso heißer die Fans gegen ihn brüllen, umso heißer läuft er. Was der Hexer in der zweiten Hälfte alles wegzaubert – einfach unfassbar. Weltklasse im Quadrat hoch zwei.

Silvio Heinevetter hält dem Serben-Ansturm stand.
Silvio Heinevetter hält dem Serben-Ansturm stand.
Foto: dapd

Und genauso emotional, wie Heine auf dem Parkett immer ist, genauso geradeaus ist er im Interview. Der Zauber-Fuchs: „Ich sag’s mal auf Deutsch: Wir haben Scheiße gespielt. Vorne und hinten. Aber über Willen und Kampf haben wir einen Punkt geholt. Man, aber auf solche Spiele habe ich echt keine Lust mehr.“ Wir schon. Und auf solche Leistungen von ihm wie gegen Serbien erst recht.

Rückraum-Bomber Christophersen hat bis in die Schlusssekunden nur ein Tor auf dem Konto, aber dann den großen Auftritt. 20:21, Zeitstrafe für Serbien, noch acht Sekunden sind zu spielen. „Smöre“ zieht ein grünes Leibchen über, kommt als siebter Feldspieler. Und als hätte er nie etwas anderes gemacht, schnappt er sich den Ball und drischt ihn vier Sekunden vor Schluss zum 21:21 ins Tor. Ausgleich, Jubel, Vorfreude aufs Spiel morgen gegen Dänemark (18 Uhr/ZDF). Christophersen: „Wir sind sehr, sehr glücklich. Wir haben nie aufgegeben.“

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Remis erst kurz vor Schluss

Wie wahr! Bis zum ersten deutschen Tor zum 1:4 (Lars Kaufmann) dauert es satte sieben Minuten. Immer wieder ziehen die Serben weg: drei, vier, auch mal fünf Tore. Aber dank Hexer Heinevetter kommt Deutschland immer wieder zurück. Bundestrainer Martin Heuberger ist nach der Partie schweißgebadet, als hätte er mitgespielt. Und unglaublich stolz auf seine Jungs: „Das war phänomenal.“ OM

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4 Flensburg-H. 611 : 549   30:10
5 R-N Löwen 622 : 554   29:11
6 Magdeburg 589 : 558   24:16
7 TBV Lemgo 578 : 574   24:16
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10 Balingen-W. 500 : 546   17:23
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