„Sie besitzen 100 Milliarden Nerven. Dieser Thriller zerfetzt sie alle.“ So wird überall in Berlin auf großen Plakaten für das neue Werk von US-Autorin Kathy Reichs geworben. Es könnte von den Füchsen handeln. In einem hochdramatischen Spiel siegten Berlins Handball-Helden gegen Medwedi Tschechow mit 31:28 (17:19), bleiben somit in der Champions League auf Achtelfinalkurs. Das ließ das Dach in der Schmelinghalle abheben.
Ein brodelnder Hexenkessel. 8590 Fans kochten. Adrenalin pur. Was für ein Rausch. „Das war der wichtigste Sieg in der Klubgeschichte. Eine Niederlage hätte das Aus in der Champions League bedeutet. Vielleicht wäre wir dann in einen Negativ-Strudel reingerutscht“, atmete Manager Bob Hanning tief durch. So wurde die Tür zum Achtelfinale gaaaaaanz weit aufgestoßen.
Weil die Füchse allen Problemen trotzten. Alexander Petersson (Schulter) fehlte ganz, Sven-Sören Christophersen bekam einen Schlag auf die Hand und Abwehr-Chef Denis Spoljaric (Achillessehne) kam erst in Halbzeit 2. „Denis hat sich geopfert. Mit ihm stand die Abwehr sicher“, lobte Trainer Dagur Sigurdsson. Kapitän Torsten Laen: „Wir waren etwas angeschlagen, aber haben einen großen Kampf geliefert.“
Stimmt! Als die Russen auf drei Tore wegzogen, bissen die Füchse zurück. Torwart Silvio Heinevetter hielt Unhaltbare, Rechtsaußen Markus Richwien, mit acht Toren bester Werfer, lief zur Gala-Form auf.
Damit sind nur einige Helden genannt. Im Rampenlicht stand am Ende ein anderer: Mark Bult. 42 Sekunden waren noch auf der Uhr. Spielstand: 29:28. Der Holland-Bomber trat an den Siebenmeterpunkt – und traf. Die Entscheidung! Der Mann hat Nerven. „Dabei sind Siebenmeter nicht so mein Ding. Dafür sind Ivan Nincevic oder Iker Romero vorgesehen. Das ist eine Sache für Techniker, ich lebe eher von der Kraft. Aber Dagur meinte, ich soll werfen.“
Goldrichtige Entscheidung. Goldener Wurf! Wahnsinn! Buchstabiert für alle: Jungs, ihr seid H-E-L-D-E-N!
RT/RM

Nach der harten Arbeit darf man sich vergnügen. Mit 26:21 haben die Handball-Füchse ihre Bundesliga-Hausaufgabe in Balingen ordentlich gemacht. Mehr...
Bis zum Final Four der Königsklasse am nächsten Wochenende muss der Kreisläufer aber fit sein. Mehr...

| Mannschaft | Tore | Punkte | ||||
| 1 | THW Kiel | 1033 | : | 756 | 64:0 | |
| 2 | Flensburg-H. | 994 | : | 855 | 53:11 | |
| 3 | Füchse Berlin | 952 | : | 825 | 50:14 | |
| 4 | HSV Hamburg | 1017 | : | 907 | 49:17 | |
| 5 | R-N Löwen | 982 | : | 899 | 44:20 | |
| 6 | Magdeburg | 956 | : | 908 | 39:27 | |
| 7 | TBV Lemgo | 931 | : | 920 | 36:28 | |
| 8 | FA Göppingen | 844 | : | 856 | 32:32 | |
| 9 | MT Melsungen | 891 | : | 931 | 29:35 | |
| 10 | Gummersbach | 918 | : | 979 | 27:35 | |
| 11 | N-Lübbecke | 878 | : | 894 | 26:38 | |
| 12 | Hannover-B. | 887 | : | 942 | 24:38 | |
| 13 | Großwallstadt | 804 | : | 872 | 24:40 | |
| 14 | Balingen-W. | 802 | : | 887 | 22:42 | |
| 15 | HSG Wetzlar | 800 | : | 843 | 19:45 | |
| 16 | Bergischer HC | 871 | : | 977 | 17:47 | |
| 17 | Hüttenberg | 830 | : | 944 | 17:47 | |
| 18 | Hildesheim | 818 | : | 1013 | 4:60 | |