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Sonntag, 15. April 2012

Vorsicht!: Giftige Duftstoffe in Spielzeug


Puppe, Teddy und Co. riechen gut, aber können Kinder krank machen.
Puppe, Teddy und Co. riechen gut, aber können Kinder krank machen.
Foto: dpa
Berlin –  

Puppe, Teddy & Co. sehen nicht nur niedlich aus, sie riechen oft auch lecker. Kein Wunder, ihre Duftstoffe sollen Kauf- und Sinnesreize wecken. Vorsicht: Sie können bei Kindern gefährliche Allergien auslösen, die ein Leben lang andauern, warnen Experten.

Vielen Spielzeugen (Puppen, Kuscheltiere, Puzzles, Spielautos) werden inzwischen Chemie-Duft-Mischungen unnötig zugesetzt, prangert das Berliner Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) an. Für Kinder unter drei Jahren sollte Spielzeug generell keine Düfte enthalten. Für ältere Kinder sieht das BfR die Duftstoff-Grenze von 100 Milligramm pro Kilo Material als viel zu hoch an – höchstens 10 mg/je Kilo verlangt die Berliner Behörde auf EU-Ebene.

Dänische Tester fanden allergene Duftstoffe von 32 bis 5500 mg/pro Kilo in sieben von zehn Kinderprodukten (Seifenblasen, Radiergummi, Bälle, Schreibpapier). „Je häufiger und intensiver ein Kind mit allergenen Stoffen in Berührung kommt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Kontaktallergie entwickelt“, erklärte Miriam Ewald vom BfR. „Je früher das im Leben passiert, desto problematischer ist es.“

Es gibt 2.500 meist künstliche Duftstoffe, einige davon können Rötungen, Bläschen, Entzündungen auslösen. Solche Kontaktallergien seien ein Leben lang nicht heilbar, so das BfR. Bereits 55 allergene Duftstoffe sind nach EU-Richtlinie verboten. Für 11 weitere gelten nur Grenzwerte – genau die wollen Experten nun ums Zehnfache senken!

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