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Montag, 25. Februar 2013

Gutachten da!: Cascada-Song ist KEIN Plagiat


Cascada-Sängerin Natalie Horler beim Vorentscheid.
Cascada-Sängerin Natalie Horler beim Vorentscheid.
Foto: dpa
Hamburg –  

Jetzt dürfen sich Cascada richtig auf den Grand Prix freuen: Ihr Song „Glorious“ ist kein Plagiat von Loreens Song „Euphoria“, Siegertitel des letzten Eurovision Song Contests in Baku.

Das ist das Ergebnis eines Gutachtens, das der NDR bei Matthias Pogoda in Auftrag gegeben hatte. Pogoda arbeitet seit 1992 als Musikgutachter und Sachverständiger für Plagiatfragen und berät Künstler, Musikverlage, Rechtsanwälte, Werbeagenturen und Urheberrechtskammern als bestellter Gerichtsgutachter.

„Es lässt sich zusammenfassen, dass Glorious und Euphoria keine urheberrechtlich bedeutsamen Übereinstimmungen aufweisen. Sie sind lediglich stilistisch ähnlich und zeigen nur im Arrangement eine oberflächliche Berührung ohne urheberrechtlichen Belang“, so sein Fazit.

In seinem Gutachten untersuchte Matthias Pogoda die „Vokale Melodik“ und das „Arrangement“ beider Songs, untergliedert in die Punkte „Strophen“, „Refrains“ „Strophenbegleitfiguren“ und „Refrainbegleitfiguren“.

So stellte er fest, dass sich im Notenbild beider Musiken "keine auffälligen Ähnlichkeiten" finden, "im Gegenteil: das vokale Ideenwerk von Glorious und Euphoria ist deutlich verschieden".Beide Songs seien "mit ähnlichen und stiltypischen Mitteln arrangiert" und verwendeten "neben handelsüblichen Sounds und Beats (...) ähnliche Keyboardbegleitfiguren". "Im Notenbild gegenüber gestellt lässt sich jedoch erkennen, dass die konkrete Ausformung dieser Begleitfiguren in beiden Musiken deutlich unterschiedlich ist."

Bereits kurz nach ihrem Sieg in der deutschen Vorauswahl waren die Plagiatsgerüchte laut geworden.

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