„Goldköpfchen“ Cristiano Ronaldo lässt Portugal weiter vom ersten großen Titel träumen, „Cech-ien“ muss die Koffer packen!
Der teuerste Fußballer der Welt führte seine Mannschaft im ersten Viertelfinale der EM-Endrunde 2012 mit einer überragenden Leistung und seinem Kopfballtor in der 79. Minute zu einem 1:0 (0:0) gegen die Tschechen, Gegner im Halbfinale wird am Mittwoch in Donezk Welt- und Europameister Spanien oder Frankreich sein.
Die 79. Minute in Warschau: Cristiano Ronaldo stiehlt sich im Rücken seines Gegenspielers weg und köpft zum Sieg ein. Danach kannte der Jubel keine Grenzen mehr.
Foto: dapd„Wir waren die bessere Mannschaft, wir haben verdient gewonnen“, sagte Ronaldo. „Wenn wir weiter das tun, was nötig ist, können wir alles erreichen. Wir haben das Halbfinale erreicht, das ist ein Traum. Aber wir werden weiter für unseren ganz großen Traum arbeiten“, sagte Ronaldos Mannschaftskollege Nani.
Ronaldo war nach einer halbstündigen Anlaufphase die auffälligste Figur vor 55.590 Zuschauern im Nationalstadion von Warschau.
Erst lieferte er sich bei seiner „One-Man-Show“ noch ein Privatduell mit dem Gestänge des tschechischen Tores: In der 49. Minute streifte ein Schuss aus 25 Metern den rechten Außenpfosten, zuvor hatte „CR7“ in der ersten Minute der Nachspielzeit der ersten Halbzeit den Pfosten satt getroffen.
Dann, nach zahlreichen weiteren Gelegenheiten für die Portugiesen, klappte es endlich: Nach einer Flanke von Joao Moutinho köpfte der Superstar unhaltbar für Weltklasse-Torhüter Petr Cech ein.
Die Tschechen hatten die erste gute Chance des Spiels. Vladimir Darida passte von rechts in den Strafraum, wo Milan Baros, 2004 noch Torschützenkönig der EM, den Ball knapp verfehlte (18.).
Portugal war erkennbar bemüht, das Spiel zu kontrollieren, die Tschechen aber standen sehr geordnet.
Die ersten guten Szenen von Ronaldo blieben ohne Wirkung: Einen Fallrückzieher im Srafraum setzte er neben das Tor (33.), ebenso einen Freistoß von außerhalb (35.). Kurz danach Pech für Portugal: Helder Postiga musste mit einer Oberschenkelverletzung raus, es kam der frühere Bremer Hugo Almeida (40.).
Spätestens der Pfostentreffer kurz vor der Pause hatte Signalwirkung für Portugal - und Ronaldo, der es nun wissen wollte. Die Mannschaft von Trainer Paulo Bento störte früher, sie war überlegen und dominierte das Spiel.
Nur im Abschluss, da haperte es. Nicht zuletzt wegen Cech, der Schüsse von Nani (58.) und Joao Moutinho (64.) glänzend parierte. Ein Treffer von Almeida wurde wegen Abseits nicht anerkannt (59.), Nani schaufelte den Ball drüber (75.). Am Ende richtete es Ronaldo dann doch selbst.

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