EM 2012

Dienstag, 26. Juni 2012

Französische Revolution: Verband will Nasri bis 2014 suspendieren


Samir Nasri hatte sich nach dem EM-Aus nicht mehr unter Kontrolle.
Samir Nasri hatte sich nach dem EM-Aus nicht mehr unter Kontrolle.
Foto: dpa
Paris –  

Dass bei einer französischen Revolution der ein oder andere Kopf rollt, ist bereits bekannt. Das gilt offenbar auch im Fußball.

Nach dem EM-Ausscheiden der „Équipe Tricolore“ bahnen sich jetzt harte Maßnahmen gegen einen Großteil der äußerst streitbaren Nationalspieler an. Heftig: Samir Nasri soll angeblich für zwei Jahre suspendiert werden.

Dem Mittelfeldstar von Manchester City droht wegen seiner Beleidigung eines Journalisten nach einem Bericht der „L'Équipe“ möglicherweise eine lange Sperre. Der nationale Verband FFF ziehe eine Suspendierung von bis zu zwei Jahren und damit das Aus für die WM 2014 in Brasilien in Betracht.

Am kommenden Dienstag könne das FFF-Exekutivkomitee bei einem Treffen ein Verfahren einleiten. Im Visier seien wegen unterschiedlicher Verfehlungen beim Turnier in Polen und der Ukraine auch Hatem Ben Arfa, Yann M'Vila und Jérémy Ménez.

Nach dem Viertelfinalaus gegen Spanien hatte Verbandspräsident Noël Le Graët eine mögliche Sanktion für Nasri, der einen Reporter wüst beschimpft hatte, offen gelassen. Die in Frankreich bislang höchste Sperre von 18 Länderspielen (15 Monate) hatte Nicolas Anelka nach der WM 2010 für seine Beleidigung des damaligen Nationaltrainers Raymond Domenech erhalten.

Frankreichs Sportministerin Valérie Fourneyron sprach sich unterdessen allgemein für mögliche Maßnahmen aus. „Es gibt Regeln innerhalb des Verbandes und wenn es ein Verhalten gibt, das sanktioniert werden muss, sollte dies getan werden“, sagte sie beim TV-Sender Canal Plus.

Offen ist weiterhin, ob Nationaltrainer Laurent Blanc seine Arbeit fortsetzt. Binnen einer Woche wollen sich der Coach, dessen Vertrag nach der EM ausläuft, und Le Graët zu Gesprächen treffen.

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