Lars Bender rutschte auf den Knien, streckte die Arme in der Nachthimmel von Lemberg und jubelte ausgelassen. Der Leverkusener Dauerläufer erlöste uns zehn Minuten vor dem Ende mit seinem Siegtor zum 2:1!
Der Rekord ist geknackt – und unsere Jungs marschieren weiter in Richtung Kiew! Mit dem Erfolg gegen Dänemark gewann Deutschland erstmals in seiner EM-Historie alle drei Gruppenspiele, rauschte mit weißer Weste ins Viertelfinale gegen Griechenland. Und die können wir auch packen! Doch zwischendurch mussten wir mächtig zittern...
Unsere Jungs haben also ihr Heimspiel. So, wie sie es sich gewünscht hatten. Am Freitag geht’s in Danzig gegen die Griechen, ganze acht Kilometer vom Teamquartier „Dwor Oliwski“ entfernt. Auch gut: Ein Halbfinale mit Deutschland fände dann in Warschau statt – die beschwerlichen Reisen in die Ukraine entfallen. Nichts anderes wollte Löw an diesem Abend in Lemberg erreichen.
Der Bundestrainer hatte sein Vorhaben allein schon durch seine Aufstellung untermauert. Bender ersetzte den gelb-gesperrten Boateng, ansonsten verzichtete Löw auf Wechsel. Die Botschaft war klar: Mit dem nominell stärksten Team sollte jedes Risiko vermieden werden. Denn bei einer Niederlage hätten unsere Jungs sogar ums Weiterkommen zittern müssen.
Entsprechend ging’s zur Sache.
Deutschland begann feurig, engagiert, erarbeitete sich zügig Chancen durch Müller (2.) und Gomez (3.). Nach sechs Minuten musste Müller nach Podolski-Vorlage schon treffen – doch er überließ den ersten Knalleffekt der Partie großzügig Jubilar Poldi. Podolski hämmerte die Kugel mit seinem schwächeren rechten Fuß in die Maschen. 1:0, der Poldi-Hammer zum 100. Länderspiel (19.)!
Alles prima bis hierhin. Dann aber mischten sich Unachtsamkeiten ins deutsche Spiel. Und die wurden prompt bestraft. Bendtner nickte Jacobsens Ecke per Kopf zu Krohn-Dehli, der vor Gomez einköpfen konnte (24.). Überflüssig wie ein Kropf. Und auch vorn lief es nicht rund: Gomez (32./43.), Podolski (37.) und Khedira (41.) verballerten Hochkaräter. Die letzte Konzentration fehlte.
Die dänischen Fans schöpften mehr und mehr Hoffnung. „Danish Dynamite“ wäre beinahe explodiert: Krohn-Dehli hatte die Führung für die engagierten, cleveren Dänen auf dem Fuß (51.).
Löw sah den Schlendrian. Bendtner (76.) scheiterte mit einer Bogenlampe an Neuer (76.). Und plötzlich wurde es richtig eng: Portugal führte 2:1 gegen Holland, nun ein Treffer der Dänen – und wir wären raus gewesen! Doch Bender krönte einen seiner wenigen Vorstöße, schoss flach zum Sieg ein (80.). In seinem neunten Länderspiel und seinem ersten von Beginn an beendete der Boateng-Ersatz das Zittern. Durchatmen!
Eine unnötige Dramatik. Egal, heute gibt’s trotzdem „ne süße Belohnung“. Löw schenkt sich und seinen Profis einen freien Tag und eine Liebesnacht, öffnet die Pforten des Teamhotels. Heute kommen die Frauen und Familie unserer Stars vorbei, erst am Dienstag geht es planmäßig weiter. Energie tanken ist angesagt. Die Griechen sollen es zu spüren bekommen.#gallery

Der beste Spieler des Turniers wird das Geld seinen Landsleuten zur Verfügung stellen, die durch die Waldbrände in der Region rund um Valencia obdachlos geworden sind. Mehr...

Spanische Fußballfans haben ihrer Nationalmannschaft einen begeisterten Empfang bereitet. Zehntausende Madrilenen jubelten am Montag in der Hauptstadt dem Team von Trainer Vicente del Bosque zu. Mehr...

Spanien hat die Fußball-Welt zu Lobeshymnen hingerissen: Nach dem historischen EM-Erfolg gegen Italien schrieb die „Neue Zürcher Zeitung“ von einem „göttlichen Vergnügen.“ Mehr...
Die EM ist vorüber. Spanien behauptete sich als Nummer eins in Europa. Lesen Sie hier, ob Sie in unserem Managerspiel gewonnen haben. Mehr...
103 Berliner Open-Air Lokale: Preise und Öffnungs-Zeiten Mehr...
