Es war eine Demonstration der Stärke. Die Eisbären zerlegten Straubing im ersten Halbfinale mit 4:1 (2:0, 1:1, 1:0) nach allen Regeln der Eishockey-Kunst. Aber nicht die Top-Stars standen im Mittelpunkt. Nein, es waren die Hoffnungsträger Daniel Weiß (22) und Laurin Braun (21). Vor dem zweiten Spiel der Best-offive-Serie heute in Niederbayern (18.35 Uhr) heißt das EHC-Motto: Braun und Weiß sind pures Gold!
Don Jackson lobte Weiß: „Daniel hat ein Tor erzielt und eines vorbereitet. Er hat ein großes Spiel gemacht“, sagte der Chef-Trainer. Das frühe 1:0 in der 3.Minute war ein Treffer der Marke Tor des Monats. Über der Schulter von Tiger-Torwart Barry Brust schlug der Puck unter der Latte im Winkel ein: „Da war ein bisschen Glück. Ich habe gesehen, dass Brust schon ganz schnell unten war. Ich wollte also hoch schießen, auch wenn die Chance nur bei 60:40 stand, dass das Ding rein geht. Der Treffer war ein Genickbrecher, echt Gold wert“, strahlte Weiß.
Das 1,84m große und 86 kg schwere Kraftpaket mag die körperbetonte Spielweise der Tiger. Weiß: „Das ist schon eine andere Intensität als noch im Viertelfinale gegen Köln. Aber das ist genau mein Spiel.“
Aberglaube macht bärenstark. Das beweisen die EHC-Stars in den Play-offs. Traditionell mampfen die Cracks ihre Steaks im „Blockhouse“. Bisher ist die Fleisch-Kur erfolgreich.
Das gilt auch für Laurin Braun. „Hab ich nun getroffen?“, fragte er eine Viertelstunde nach der Schlusssirene. Nein. In seinen Schuss zum4:1muss Mads Christensen irgendwie noch den Schläger gehalten haben. Braun locker: „Letztlich ist es egal, wer die Tore macht.“
Heute wollen die Bären in Straubing im Stadion am Pulverturm den nächsten Böller zünden. Braun: „Wenn wir diszipliniert spielen, werden wir es auch dort packen.“ Damit es am Ende wieder heißt: Braun und Weiß sind unsere Farben
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RT

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