Wenn die Eisbären Mittwochvormittag wieder als komplettes Team auf dem Eis stehen, wird ein bekanntes Gesicht fehlen. Sven Felski ist im Welli nicht dabei. Aber nur, weil das Knie zwickt. Sonst steht seiner 21. Saison im EHC-Trikot nichts im Wege. Manager Peter John Lee bestätigt: „Er steht auf unserer Kaderliste. Nur momentan ist er krankgeschrieben.“
Der 37-Jährige bekam während des Sommertrainings immer wieder Beschwerden im linken Knie. Dort hatte Felle sich vor einigen Jahren das Kreuzband gerissen. Und im letzten Sommer rissen ihm da auch noch Meniskus und Innenband. Um auf Nummer sicher zu gehen, absolvierte Felski zuletzt spezielle Tests im Unfallkrankenhaus Marzahn und wartet nun auf ein spezielles medizinisches Gutachten. Denn Felski will auch für einen möglichen siebten Meisterstreich mit den Eisbären nichts riskieren. „Ich will Gewissheit, dass mein Knie hält“, so das EHC-Urgestein.
Darin Olver musste sich vor einer Woche an der Hüfte operieren lassen. Dabei wurden Verschleißerscheinungen geglättet. Ende August soll der Stürmer aus den USA zurück nach Berlin kommen und hier das Rehaprogramm absolvieren. Sein Comeback könnte sich aber sogar bis in den November hinziehen. EHC-Manager Peter John Lee: „Er soll erst wieder richtig fit sein. Und da planen wir eher konservativ als aggressiv.“ Wenn sich eine Möglichkeit bietet, holen die Eisbären sogar noch einen Stürmer.
Die Fans würden sich riesig freuen. Das Trikot mit der Nummer 11 und dem Namenszug Felski auf dem Rücken ist immer noch der große Renner. Außerdem hat Felski letzte Saison eindrucksvoll bewiesen, dass er nicht nur ein wichtiges Stück der Eisbärenseele und Integrationsfigur ist, sondern es auch auf dem Eis immer noch kann. Zu Beginn fand er sich zwar nur in der vierten Reihe wieder. Aber als die große Verletzungsmisere ausbrach, war Trainer Don Jackson heilfroh, dass er einen Felle noch in Hinterhand hatte. Zumal der Routinier stürmen und verteidigen kann.
Dass Felski am Ende genau in seinem 1000. Meisterschaftsspiel für die Eisbären den sechsten Meistertitel holte, war die perfekte Krönung. Eigentlich wäre es auch der perfekte Abgang. Aber von seinem geliebten Eis lässt sich Felski wohl nur von den Ärzten holen.

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