Lukas Reichel träumt von einer Zukunft in Nordamerika. Foto: Nordphoto/Imago Images

Berlin - Die Planungen von Eisbär Lukas Reichel waren ganz auf den 26. und 27. Juni ausgerichtet. An diesen Tagen sollte wie in jedem Jahr die Talenteziehung in der NHL stattfinden. Doch das Coronavirus wirbelt jetzt alles durcheinander.

Derzeit ist noch völlig unklar, wann der Draft stattfindet. Angesichts der rasanten Ausbreitung des Virus in Nordamerika wird es keine große Party in Montreal geben, sondern nur eine Videokonferenz.

Reichel legt eine starke Debütsaison hin

Für das deutsche Eishockey ist das richtig bitter. Denn mit Reichel (17), John-Jason Peterka von RB München (18) und dem Mannheimer Tim Stützle (18), hätten gleich drei aufstrebende Kufencracks wahrscheinlich im Scheinwerferlicht gestanden. Adler Stützle, der als begehrtestes europäisches Talent gilt, werden sogar Chancen eingeräumt, in der ersten Runde unter den ersten Drei ausgewählt zu werden. Auch der traditionelle Leistungstest vor dem Draft inklusive Vorstellungsgesprächen bei den interessierten Klubs, ist vorerst gestrichen.

Reichel hatte schon zu Saisonbeginn den Plan ausgegeben, sich für die beste Liga der Welt zu empfehlen. Das ist ihm eindrucksvoll gelungen: In 42 Spielen schoss er zwölf Tore und legte weitere zwölf auf. Ein richtig starker Wert für einen U18-Spieler, der immer noch mit Gitter spielt.