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4:3: Winter Game: Eisbären rutschen im Regen aus


Nürnberg –  

Am Samstag wurde Geschichte geschrieben. Europa-Rekord. Zum ersten DEL-Freiluftspiel zwischen den Nürnberg Ice Tigers und den Eisbären kamen 50.000 Fans ins Frankenstadion. Ausverkauft. Was für ein Wahnsinn! Was für eine Stimmung. Was für ein gigantisches Eisspektakel. Die Bären verloren zwar mit 3:4 (0:0, 1:1, 2:3). Aber der 5. Januar 2013 ist trotzdem jetzt schon Legende.

Das deutsche Eishockey feierte sein Hochamt. Aus der ganzen Republik kamen die Fans. Keinen störte der Dauerregen. Aus Weißwasser, Freiburg, Köln, Hannover, Landshut, Hamburg – von unzähligen Teams waren Trikots zu sehen. Allen voran natürlich von den Eisbären. 5000 reisten mit zwei Sonderzügen und privat an. Dass rund 45 000 Fans gegen sie brüllten – egal.

Die Partykönige kommen vom DEL-Rekordchampion. Als sich Boxer Axel Schulz im Stadion öffentlich zum EHC bekannte, wurde er gnadenlos ausgepfiffen. Ein Versuch, denn der Unmut wurde sofort lauthals mit Dy-na-mo-Chören erstickt.

Stimmlich braucht sich der EHC-Anhang vor keinem zu verstecken. Bei der Kreativität sowieso nicht. Der Bären-Block war in die Klubfarben Blau-Weiß-Rot getaucht, zudem gab es eine tolle Choreo. Ein gigantisches Dynamo-Banner. Darunter der Satz: „Du bist und bleibst unsere Legende“. Dagegen hatten alle stets bemühten Versuche des Tiger-Anhangs nur Streichelzoo-Charakter. „Laaaaaasst doch mal die Gäste singen“, donnerte es fröhlich aus dem EHC-Block.

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Marlene, Ehefrau des ehemaligen Eisbären-Managers Lenz Funk, hatte viel zu tun. Mit ihren Enkeln lief sie schon Stunden vor dem DEL-Knaller voller Vorfreude in die Arena. Opa Lenz betreute im Vorspiel der Legenden das Team Funk, das gegen die Oldie-Truppe des heutigen Bären-Managers Peter John Lee antrat.

Hinter ihr lief Manuela Felski mit Tochter Laura. Und strahlte. Denn die Sensation war perfekt: EHC-Urgestein Sven Felski, der bekanntlich vor Kurzem seine Karriere beendete, stand wieder auf dem Eis. Natürlich im Team Lee, das auch noch auf den Eishockey-Spieler des Jahrhunderts, Erick Kühnhackl, oder EHC-Torwart Idol René Bielke zurückgreifen konnte. Schiedlich friedlich trennten sich die Altmeister 4:4. Lee strahlte: „Frische Luft, Wind, ein bisschen Regen. Das ist alles wie früher auf dem See. Perfekt!“ Es war eben eine echte Familienparty. Alle Spieler hatten Frauen und Kinder dabei. Florian Busch sogar gleich 20 Verwandte.

Als die Cowboys von Boss Hoss gegen 15 Uhr die Arena rockten, schwoll der Stimmungspegel an. Und explodierte, als um 16.35 Uhr das erste Bully kam. Auch wenn die Eisfläche für die meisten doch sehr weit weg war, fühlte man sich mittendrin statt nur dabei. Denn per Außenmikrofone wurden die Geräusche auf dem Eis in die Arena übertragen. Der Aufwand war gigantisch. Allein 1 Million Euro ließ sich der Tiger-Hauptsponsor die 2500 qm große Eisfläche kosten.

Brachte am Ende auch noch drei Punkte. Bei anhaltendem Nieselregen brauchten beide Teams lange, um sich auf die glitschigen Verhältnisse einzustellen. Der gefrorene Regen sorgte vor allem für ungewohnte Huckel auf dem Eis. Trotzdem gelang Connor James (33.) das erste Tor eines DEL-Winter-Games. Zwei Sekunden vor Ende des Mitteldrittels hämmerte Florian Busch zum Ausgleich ein.

„War der drin, oder was?“, hatte Busch das Tor selbst gar nicht gesehen und fragte erst einmal bei den Kollegen nach. Nur 27 Sekunden nach der erneuten Nürnberger Führung (Tim Schüle/43.) glich André Rankel erneut aus. Aber Patrick Reimer (47.) und Jason Jaspers (54.) nutzten erneut den Heimvorteil. Der Anschlusstreffer von T.J. Mulock (60.) kam zu spät.

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