Ach, du dickes Ei! Die Eisbären versauen sich ordentlich das Osterfest und verloren in der ausverkauften O2 World vor 14 200 Zuschauern gegen Straubing mit 1:3 (0:0, 1:1, 0:2). Damit steht es in der Halbfinalserie 2:1 und die Bären müssen am Mittwochabend wieder in Straubing ran.
Mit bitterböser Miene stampfte Bären-Coach Don Jackson durch die Katakomben und fluchte auf Englisch mit dem F-Wort leise vor sich hin. Denn Straubing hatte nicht nur über 1000 Fans mitgebracht. Die Gäste zeigten eindrucksvoll, warum sie überhaupt im Halbfinale stehen. Um jeden Puck wurde gekämpft. Der überragende Goalie Barry Brust vernagelte sein Tor. Und selbst beim Tempospiel hielt Straubing ordentlich gegen.
Jackson gab grimmig zu: „In den Playoffs läuft nicht immer alles perfekt. Sie waren heute einfach besser als wir.“
Ohne den gesperrten Rankel hätten die Bären durch TJ Mulock (12./nach Traumpass von Sharrow, der trotz schmerzhafter Knöchelprellung spielen konnte) und Tallackson (13.) in Führung gehen können. Constantin Braun: „Aber wir waren einfach nicht bissig genug und haben uns vielleicht schon zu sicher gefühlt.“
Was im Mitteldrittel besonders deutlich wurde. Erst klatschte ein Schuss von Straubings Schönberger an den Pfosten (22.). Dann musste Bären-Goalie Zepp gleich mit drei Paraden (28.) retten.
Aber nach 34 Minuten war er geschlagen. Einen Abfälscher von Keil fälschte Regehr noch mal mit dem Schlittschuh ab – und es stand 0:1. Zwei Minuten später holte Laurin Braun in Unterzahl einen Penalty raus und glich aus!
Aber die Tiger sorgten für neue Not beim EHC. Talbot verfehlte das leere Tor (41.), den Rest fing Brust ab. Und in dann leistete sich Regehr in Überzahl (!) einen dummen Fehlpass. Whitecotton sagte Danke, traf zum 1:2 (49.)
Als Zepp 90 Sekunden vor Schluss sein Tor verließ, schoss Meunier endgültig durch die Brust ins Bärenherz.
Jetzt heißt es: Aufstehen und zurückschlagen. Am besten schon Mittwoch!

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