Von wegen Bond, James Bond! Sein Name ist Fruchtkäfer, Grüner Fruchtkäfer!
Nur rund 20 Millimeter groß ist der grün leuchtende Mistkäfer, aus dem US-Forscher der Uni Michigan einen schwirrenden Spion und Lebensretter machen wollen.
Und das ist keine Science-Fiction: Mit Mini-Kameras, Mikrofonen und Gas-Sensoren auf den Rücken geschnallt, soll der Käfer bald Katastrophengebiete auskundschaften. „Bei Erdbeben könnte er dort in Trümmern nach Überlebenden suchen, wohin Rettungsteams nicht vordringen können“, sagt Chefentwickler Khalil Najafi.
Auch in verseuchten Gebieten, zusammengestürzten Häusern nach Anschlägen, bei Militäreinsätzen könnte der Roboter-Käfer an die Front. Der Clou: Den Strom für die fliegenden Mini-Kameras liefern die Tiere selbst. Khalil Najafi: „Wir entwickelten eine Technik, mit der wir die Energie umwandeln können, die der Käfer beim Flügelschlag produziert.“
Als zusätzliche Akkus sollen den Tieren Solarzellen auf den grünen Panzer gesattelt werden. Und damit die Cyborg-Brummer nicht die nächste Futterstelle ansteuern, sondern ferngesteuert werden können, kontrollieren Neuro-Implantate ihr Gehirn. Najafi: „Die ersten Testflüge sollen schon nächstes Jahr starten.“

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