Ein kleiner weißer Sarg, eine Kerze mit aufgedruckter Sonne, dazu ein Kreuz, auf dem kein Name steht. Das kleine Mädchen wurde beerdigt, das Ende Dezember tot neben einem Garagenkomplex in Potsdam gefunden wurde (KURIER berichtete).
Über 100 Menschen waren gegen 12.30 Uhr in die evangelische Bornstedter Kirche gekommen, um von dem namenlosen Kind Abschied zu nehmen. Es sei „schrecklich, dass ein Menschenleben zerstört wurde“, sagte Pfarrer Friedhelm Wizisla, die Beerdigung „eine Stunde des Entsetzens und der Trauer.“ Bereits im Vorfeld habe es „große Betroffenheit und viele Nachfragen der Bevölkerung“ gegeben.
Eine Mutter soll ihr Neugeborenes in Berlin aus einem Fenster im 5. Stock geworfen haben. Der Junge wurde nur wenige Stunden alt.
In Lauchhammer (Oberspreewald-Lausitz) wird ein totes Baby gefunden, der Leichnam weist Verletzungen auf. Bei der Obduktion werden schwere Schädelverletzungen festgestellt. Unklar bleibt vorerst, ob ein Unfall oder ein Verbrechen vorliegt.
Polizisten finden die Überreste eines toten Babys im Garten der Eltern in Jüterbog (Teltow-Fläming). Die Mutter und ihr Ex-Partner sollen das Baby nach der Geburt 2009 vergraben haben.
In einem Kleidercontainer im sächsischen Schwarzenberg wird eine Babyleiche entdeckt. Laut Obduktion ist der neugeborene Junge erstickt worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Chemnitz gibt es bei den Ermittlungen noch keinen Durchbruch.
Eine 20-Jährige in Berlin wirft ihren Jungen kurz nach der Geburt aus einem Wohnungsfenster in den Schnee. Das Baby überlebt nur wenige Stunden. Das Berliner Landgericht verurteilt die Mutter wegen Totschlags zu zwei Jahren Jugendstrafe mit Bewährung.
Im hessischen Mittenaar bringt eine 21 Jahre alte Frau ein Baby zur Welt, packt es in eine Tüte und steckt es in eine Mülltonne. Als die Polizei das Kind findet, ist es tot.
In einer Gefriertruhe in Wenden (Nordrhein-Westfalen) werden drei Leichen entdeckt. Vor Gericht gesteht die 44-jährige Mutter, die Mädchen 1986, 1988 und 2004 geboren und nach deren Tod dort versteckt zu haben. Wegen zweifachen Totschlags wird sie im Dezember 2008 zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt, eine Tat ist verjährt.
In einer Müll-Sortieranlage im sächsischen Wiesenbad liegt ein toter männlicher Säugling auf dem Förderband. DNA-Proben führen die Ermittler auf die Spur der 17 Jahre alten Mutter.
Eine 17-Jährige erdrosselt einen Jungen kurz nach der Geburt in der elterlichen Wohnung im brandenburgischen Schwarzheide. Das Landgericht Cottbus verurteilt die Frau zwei Jahre später zu einer Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten.
Im Tiefkühlschrank einer Erfurter Wohnung werden zwei tote Säuglinge gefunden. Eine 35-Jährige gesteht, die Kinder nach der Geburt in eine Mülltüte gewickelt und in den Gefrierschrank gelegt zu haben. Die Babys hätten nicht zu ihren Berufsplänen gepasst.
Ein totes, neugeborenes Mädchen wird in Neudietendorf (Thüringen) in einem Müllcontainer entdeckt. Eine psychisch kranke 39-Jährige hat es dort abgelegt.
Wegen der Tötung ihres Babys in einem Kölner Café wird eine Kinderpflegerin zu vier Jahren Haft verurteilt. Die Frau hatte ihren gerade in der Toilette des Cafés entbundenen Säugling in einen Mülleimer gesteckt. Das Baby erstickte.
In einer Garage im brandenburgischen Brieskow- Finkenheerd werden bei einer Entrümpelung neun Babyleichen entdeckt. Sie liegen in einem mit Sand gefüllten Aquarium, in Eimern und Blumenkübeln. Die Mutter wird wegen Totschlags zu 15 Jahren Haft verurteilt.
Auch für ihn, so Wizisla, sei „diese Beerdigung eine besondere. Wir haben ja keinerlei Anhaltspunkt über die Gründe dieser Tat und keine Angehörigen, die man fragen könnte.“ Die Bestattung sei so in gewisser Weise auch „stellvertretend für viele andere Kinder, die weltweit sterben und die auch Opfer von Gewalt werden.“
Das Baby wurde am Morgen des 23. Dezember gefunden. Den Ermittlungen zufolge war das Mädchen erst in der Nacht zuvor voll lebensfähig geboren und dann getötet worden. Zeitweise gingen die Fahnder sogar davon aus, dass der kleine Körper wie ein Stück Abfall aus einer fahrenden S-Bahn heraus an die spätere Fundstelle geworfen wurde.
Was in jener Nacht tatsächlich geschah, weshalb das Neugeborene getötet und nicht anonym im Krankenhaus abgegeben wurde, ist noch immer unklar. Doch die Ermittlungen laufen ungeachtet der Beerdigung weiter. Insgesamt 15 Ermittler jagen die Mörderin des kleinen Mädchens, das nicht leben durfte...

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