Er befällt Eichen, frisst ihre Blätter – und ganz offenbar auch Steuergelder! Die Bekämpfung des Eichen-Prozessionsspinners und seiner Raupen kostete das Land Brandenburg im vorigen Jahr 250 000 Euro. Bald könnten die Kosten in die Millionen gehen. Auch Berlin ist bedroht.
Das gefräßige Tierchen hat sich zu einer echten Plage entwickelt: In großen, bis zu 20-spurigen „Prozessionen“ befallen die Raupen des Nachtfalters bis dahin gesunde Bäume. Krank macht die „Eichen-Seuche“ aber auch uns Menschen: Die winzig kleinen Haare der Larven dringen in Haut und Schleimhaut ein, lösen Allergien aus. Die Klima-Erwärmung fördert die Ausbreitung der Insekten jedes Jahr stärker.
Aber die dringend nötigen Gegenmaßnahmen kosten extrem viel Geld: Müssten alle 20 000 Eichen auf Brandenburgs Alleen chemisch oder mechanisch behandelt werden, würde das 3,9 Millionen Euro fordern. Also fast das 16-fache der Kosten, die 2011 anfielen. So geht es aus der Antwort von Infrastruktur-Minister Jörg Vogelsänger (SPD) auf eine Parlaments-Anfrage hervor.
Private Waldbesitzer können nicht auf finanzielle Unterstützung bei der Plage-Bekämpfung hoffen. Für Kommunen gibt es Hilfe vom Land erst dann, wenn sie wegen der Schädlings-Bekämpfung schon am Rand des Ruins stehen. 2012 wollen die Behörden trotzdem zur groß angelegten Gegen-Attacke in ganz Brandenburg blasen.
In Berlin verdoppelte sich der Raupen-Befall von 2010 auf 2011. Besonders betroffen: Tiergarten, Treptower Park, Grunewald und der Bezirk Spandau.
MOW
Mit Spezial-Saugern und Schutzkleidung entgiften drei Spezialisten die Feuerwache.
Foto: Friedel
Er ist in den vergangenen Wochen ein gefragter Mann gewesen: am Flughafen, in Potsdam, in den Hochwassergebieten. Mehr...
