Nach einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn 13 zwischen Berlin und Dresden ist der betroffene Streckenabschnitt für mehrere Stunden voll gesperrt worden. Aus bislang ungeklärter Ursache fuhren am frühen Montagmorgen vier Autos und ein LKW zwischen Ragow und Schönefelder Kreuz ineinander, wie die Polizei in Potsdam mitteilte.
Der LKW rammte dabei eine Schilderbrücke, die aus Sicherheitsgründen abgebaut werden sollte. Für die Fahrzeuginsassen verlief die Karambolage nach ersten Erkenntnissen glimpflich: Es gab nur fünf Leichtverletzte.
Tempo anpassen!
Beträgt die Sichtweite weniger als 50 Meter, gilt Tempo 50 als absolute Höchstgrenze – auch auf freier Autobahn. Bei weniger als 150 Metern freier Sicht sind 100 km/h angesagt, bei 100 Metern 80 km/h.
Sichtweite einschätzen!
Dabei helfen die Begrenzungspfähle am Straßenrand. Sie stehen im Abstand von 50 Metern.
Vorsicht, nicht am Vordermann orientieren!
Wer sich in der milchigen Suppe am vorausfahrenden Auto orientiert, setzt oft unbewusst einen Teufelskreis in Gang, warnt der Auto Club Europa. Man fährt allmählich immer dichter auf, was den Vordermann dazu bringt, wiederum schneller zu fahren.
Abstand halten!
Die Faustregel „korrekter Abstand gleich halbe Tacho-Anzeige in Metern“ gilt bei Nebel nicht. Wer 50 km/h fährt, muss mindestens 50 Meter Abstand halten.
Nebelleuchten
Nebelscheinwerfer beleuchten die Straße direkt vor dem Wagen sowie die Fahrbahnränder. Sie dürfen auch bei starkem Regen oder Schneefall eingeschaltet werden.
Die Nebelschlussleuchte erst bei Sicht unter 50 Metern einsetzen, sonst droht 35 Euro Bußgeld.
Immer wieder kommt es auf den Autobahnen in Deutschland zu Massenkarambolagen.
Immer wieder kommen bei Massenunfällen jedoch auch Menschen ums Leben. Ein Mensch kam am Ostersonntag 2004 bei einem Massenunfall mit 53 Autos und zwei Motorrädern ums Leben. Auf der A 96 bei Ravensburg schleuderten die Fahrzeuge auf rutschiger Fahrbahn innerhalb weniger Sekunden ineinander. 22 Menschen wurden verletzt.
In den meisten Fällen bleibt es bei Verletzten, wie bei einem Massenunfall im Dezember 2005, als auf der A 4 nahe Dresden 54 Autos auf eisglatter Straße aufeinander auffuhren. 17 Menschen wurden verletzt, zwei davon schwer.
Im März 2006 fuhren auf der A 9 in Thüringen 42 Autos und 11 Lastwagen ineinander. Auch in diesem Fall wurde niemand getötet. Sieben Menschen wurden verletzt, einige schwer.
Zwei Tote waren die Folge einer Massenkarambolage von 33 Fahrzeugen, die sich Silvester 2009 auf der A 5 bei Freiburg ereignete. Unfallursachen waren schlechte Sicht durch Nebel sowie überhöhte Geschwindigkeit.
Die schwerste Massenkarambolage der vergangenen Jahre mit 259 Fahrzeugen ereignete sich am 20. Juli 2009 auf der A 2 in Niedersachsen. Mehr als 60 Menschen wurden verletzt, davon 10 lebensgefährlich. Getötet wurde niemand. Experten zufolge handelte es sich um den schwersten Unfall auf der A 2 seit deren Eröffnung im Jahr 1934. Als Unfallursache galt zu schnelles Fahren und ein zu geringer Sicherheitsabstand.

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