Mit selbst gebauten Rohrbomben versetzte Manuel T. ganz Hennigsdorf in Angst und Schrecken. Weil er es „so gerne knallen hörte“. Seit Donnerstag steht der 24-Jährige dafür vor Gericht.
„Zünden von Spreng- und Brandvorrichtungen“ lautet der Vorwurf der Staatsanwaltschaft gegen den Angeklagten , der seine Taten vor Gericht einräumte. In der Zeit vom 27. Januar bis zum 2. Februar 2012 explodierten in Hennigsdorf immer wieder Rohrbomben, bei denen zunächst ein terroristischer Hintergrund vermutet wurde. Mal sprengte der 24-Jährige einen Fahrstuhl auf einem S-Bahnhof in die Luft, mal zündete er seine selbst gebastelten Sprengsätze in einem öffentlichen Park, zerstörte dabei Parkbänke. „Insgesamt richtete er einen Schaden in Höhe von etwa 21 600 Euro an“, sagte ein Gerichtssprecher gestern.
Erst nach vier Wochen waren die Ermittler dem wegen anderer Taten bereits polizeibekannten Manuel T. auf die Schliche gekommen: Sie hatten an den Tatorten Manuels Fingerabdrücke sowie genetischen Spuren gefunden. Zu seinem Motiv sagte der Mann bereits in der ersten Vernehmung, er „höre es halt so gerne knallen...“
Seit seiner Festnahme Ende Februar sitzt T. in Untersuchungshaft, jetzt drohen ihm bis zu vier Jahre Gefängnis.
PDE

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