Das Landleben so richtig genießen: Über 100.000 Besucher zog es raus aufs Brandenburger Land.
Foto: ZBMilch selbst zapfen, im Heu toben oder Erdbeeren direkt beim Bauern shoppen: Tausende Menschen haben am Wochenende bei der 18. Brandenburger Landpartie Agrarbetriebe, Reiterhöfe oder Landgasthöfe besucht. Fast 260 Unternehmen hatten ihre Pforten für Besucher geöffnet. Vor allem Brandenburger und Berliner kamen zum „größten Volksfest im ländlichen Raum“, sagte der Geschäftsführer des Förderverbandes „Pro Agro“, Gerd Lehmann, am Sonntag.
Angesichts der Vielzahl von Veranstaltungsorten sei eine exakte Ermittlung der Besucherzahl nicht möglich. Schätzungen zufolge seien jedoch erneut mehr als 100.000 Menschen aufs Land gelockt worden, sagte Lehmann. Das Interesse an der Landpartie sei ungebrochen. Auch im kommenden Jahr werde sie am zweiten Juni-Wochenende veranstaltet.
Nach Ansicht von Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) hat sich die Landpartie zur einzigartigen Imagekampagne für das Leben auf dem Lande entwickelt. Die zweitägige Veranstaltung sei „zu einer echten Institution“ geworden und habe in den Kalendern vieler Brandenburger und Berliner seit Jahren einen festen Platz.
Die Landpartie ist eine Initiative des Agrarministeriums und des Landesbauernverbandes. Sie wird von „Pro Agro“ koordiniert. Neben Hof-Besichtigungen hatten viele Betriebe Veranstaltungen speziell für Kinder im Programm. Auch Kultur wurde geboten: Allein rund 350 Gäste erlebten in Schwante eine Aufführung des Hexenkessel-Hoftheaters. Und die Fußballfans konnten auf einigen Höfen beim Public Viewing den Sieg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im Vorrundenspiel der Europameisterschaft bejubeln.

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