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Von der Polizei befreit: Geschwister (1 und 7) hausten in Müll-Laube zusammen mit 20 Leguanen

Hohen Neuendorf -

Der Garten vermüllt, die Laube verdreckt und die Mutter stockbesoffen! In Hohen Neuendorf befreite die Polizei zwei Kinder (1 und 7 Jahre alt), die auf wenigen Quadratmetern mit 20 Leguanen und einer Schlange hausen mussten.

Eigentlich waren die Beamten wegen einer Ruhestörung zu der Gartenlaube in der Oranienburger Straße alarmiert worden. „Dort trafen die Kollegen dann auf den 41-jährigen Laubeninhaber und seine 29-jährige, stark betrunkene Partnerin“, so eine Polizeisprecherin. Vorsichtshalber sahen sich die Ermittler in der Laube um, entdeckten inmitten von Müll und Unrat mehrere Terrarien mit Schlangen und Leguanen – und mittendrin die beiden Geschwister.

„Dem Einjährigen diente ein knapp ein mal zwei Meter großer Raum als Kinderzimmer“, so die Sprecherin weiter. „In diesem Raum befanden sich neben einem schmutzigen Bett drei Terrarien mit einer Kornnatter und mehreren Leguanen.“ Auch das ebenso kleine Zimmer des siebenjährigen Mädchens „befand sich in einem ähnlichen Zustand. In dem als Wohn- und Schlafzimmer dienenden Raum der Erwachsenen befand sich ein weiteres Terrarium mit fast 15 Leguanen.“

Die geschockten Beamten befreiten die Kinder daraufhin sofort aus ihrem Müllgefängnis und brachten beide zur Untersuchung in ein Krankenhaus. Anschließend wurden sie dem Kindernotdienst übergeben und das zuständige Jugendamt informiert.

Gegen die 29-jährige Mutter der Geschwister wurde eine Strafanzeige wegen des Verdachtes der Verletzung der Fürsorge- und der Erziehungspflicht gestellt.