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So verlor Janine J. (26) ihre Hündin: Ein Hundehasser hat meine Sunny vergiftet

Hund Sunny (1,5 Jahre) wurde vergiftet.

Hund Sunny (1,5 Jahre) wurde vergiftet.

Foto:

Bernd Friedel

Berlin -

Was muss das für ein Mensch sein? Ein fieser Hundehasser hat Sunny auf dem Gewissen. Die erst ein Jahr alte Cockerspaniel-Hündin fraß bei einem Spaziergang in der Zobelitzstraße einen mit Rattengift verseuchten Köder, noch am selben Abend musste sie eingeschläfert werden. Viele Hundehalter in Reinickendorf haben Angst: Denn das war nicht der erste Giftanschlag.

Besitzerin Janine J. (26) erzählt die traurige Geschichte: Bei einem abendlichen Spaziergang schnüffelte Sunny plötzlich wild unter einen Gebüsch herum. Dort lag etwas, das wie eine Leberwurst aussah. Und wie kleine Hunde so sind, fraß sie es. Ein tödlicher Fehler.

„Wieder daheim wollte meine Kleine nicht mehr spielen. Dabei hatte sie sonst nur ihren Gummiball im Sinn. Sie lag regungslos im Körbchen. Nach kurzer Zeit fing sie an zu winseln, man merkte ihr an, dass sie starke Schmerzen hatte.“ Die Tierrettung stellte eine akute Vergiftung fest. Mit noch nicht einmal zwei Jahren musste Sunny eingeschläfert werden.

Der 26-jährigen Besitzerin bricht es das Herz. Ihr Liebling ist tot. Als kleinen Welpen fand sie Sunny in einem Karton vor einem Supermarkt – einfach ausgesetzt. „Ich nahm sie sofort mit“, sagt Janine J. „Wenn ich auf Arbeit musste, hab ich sie immer zu meiner Mutter gebracht. Die ist dann mit Sunny Gassi gegangen.“ Doch der letzte Spaziergang wurde dem jungen Hund zum Verhängnis.

Doch das ist kein Einzelfall! „Tierhasser sind leider immer wieder am Werk!“, so Stephanie Eschen (37) vom Tierschutzvereins: „Verärgerte Jogger, Spaziergänger und Anwohner gibt es überall.“ Dabei ist das „Gift-Auslegen“ besonders fies. Der Hund hat keine Chance. Und: „Es ist auch für Kleinkinder gefährlich, denn die könnten das vergiftete Zeug ja auch essen.“

Sunny wurde vom Notdienst direkt ins Krematorium gebracht. Janine J. blieben nur ein paar Fotos zur Erinnerung. Und die Angst vorm Hundehasser.

Auch andere Nachbarn rund um die Zobelitzstraße haben schon mysteriöse „Leckerchen“ gesehen, leben in Angst um ihre Lieblinge. Der Tierschutzverein rät: „Sollte man einen Köder finden, sofort der Polizei melden. Es ist ein Strafbestand! Giftköder sind Gefahr für Mensch und Tier!“



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