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Schock in Lichtenberg: Baby wie Müll im Gebüsch entsorgt

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Mitarbeiter der Rechtsmedizin holen das tote Kind zur Sofort-Obduktion. 

Foto:

schroeder

Berlin -

Ein totes Baby, ein kleines Leben. Weggeworfen wie nutzloser Müll. Wer macht denn nur so etwas? Dienstagnachmittag ist es wieder passiert – in einem Park an der Ruschestraße gegenüber vom Ärztehaus.

Männer und Frauen in weißen Schutzanzügen. Ein Drohne kreist in der Luft. Die unheimliche Szenerie wird von starken Scheinwerfer ausgeleuchtet. Es ist der Fundort eines toten Babys. Völlig egal, wie das Kind starb. Aber ein Lebewesen wegzuwerfen bekümmert jeden. 

Polizisten, Gerichtsmediziner – in solchen Momenten hassen sie ihren Job. Und den Mann, der die Leiche fand? Ihn wird das entsetzliche Bild  immer verfolgen.

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Die Ermittler sichern nach dem Fund einer Babyleiche in Lichtenberg Spuren.

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Schröder

Er spazierte gegen 15 Uhr durch die Grünanlage in der Ruschestraße gegenüber vom Ärztehaus, die an einen ehemaligen Friedhof grenzt. Auch ein Flüchtlingsheim sowie große Wohnanlagen sind dort. Der 31-Jährige sah im Gestrüpp 50 Meter vom Weg entfernt etwas, was seine Neugier weckte. Er ging hin.

Der Schock fuhr ihm in die Glieder, dass er aus dem Park rannte –  auf die Straße, weil ein Streifenwagen kam. Er hob die Arme, schrie. Die Beamten stoppen, liefen mit ihm in den Park. Ein totes Kind, das war gleich klar. Die Polizisten informierten ihren Abschnittsleiter, der das LKA.

Neben weiteren Polizisten, die den Fundort abriegelten, kamen auch die Kriminaltechniker und  Rechtsmediziner. In den Abendstunden nahmen sie den Leichnam zur Obduktion mit. Ob es ein Mädchen oder Junge ist, und ob es  sich um ein Neugeborenes handelt: Die Polizei behält Details für sich. Täterwissen!