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Rigaer Straße: Henkels Sturm auf die Chaoten-Bastille

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Dutzende Polizisten in voller Einsatzmontur stürmen das besetzte Haus in der Rigaer Straße 94, schützen sich mit Schilden vor möglichen Steinwürfen.

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Berlin -

Der Hass explodiert! Seit Monaten werden rund um die besetzten Häuser in der Rigaer Straße  Polizisten, Wachmänner und sogar Feuerwehrleute angegriffen.  Nachdem Linksautonome jetzt einen allein patrouillierenden Streifenpolizisten zusammengeschlagen hatten, wurden in den letzten 48 Stunden mehrere besetzte Häuser gestürmt und Beweismittel gesichert.

Während Innensenator Frank Henkel den Einsatz „zu 100 Prozent“  verteidigt,  bezeichnen Grüne und Linke die Polizeiaktion nun als unverhältnismäßig.
Am  Mittwoch schlagen vier Vermummte aus dem linken Spektrum einen Kontaktbereichsbeamten der Berliner Polizei, der einen Falschparker aufschreiben will, zusammen.  Anschließend flüchtet die Bande in das besetzte Haus in der Rigaer Straße 94.

Kein Einzelfall: Allein im letzten Jahr zählte die Polizei 42 ähnliche  Gewalttaten im Szene-Kiez, immer wieder brennen Autos, werden Polizisten, Wachmänner und auch Feuerwehrmänner und Sanitäter angegriffen. Doch dieses Mal schlägt die Polizei zurück – mit voller Härte.

550 Einsatzkräfte, darunter auch das Spezialeinsatzkommando SEK, stürmen um 20.44 Uhr das besetzte Haus, finden Krähenfüße aus Metall, mit denen Autoreifen beschädigt werden können, Eisenkugeln, Metallstangen, Feuerlöscher sowie  wäschekörbeweise Pflastersteine. „Das war genau das, was wir dort gesucht haben“, so  Polizeisprecher Stefan Redlich. Die gefundene Menge sei aber doch „überraschend“ gewesen.

Zwar leisten sowohl Hausbewohner als auch Sympathisanten auf der Straße heftigen Widerstand: Doch auch die Polizisten sind dieses Mal nicht zimperlich, setzen Schilde, Schlagstöcke und auch Pfefferspray ein. Stefan Redlich: „ Wir werden Gewalttaten gegen unsere Beamten nicht mehr dulden!“ Der Schlägertrupp vom Mittwoch wurde jedoch nicht gefunden.

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Polizeisprecher Stefan Redlich zeigt  mit weiteren Einsatzkräften im besetzten Haus gefundene Gegenstände: Krähenfüße, eine schwere Eisenkugel und einige Feuerlöscher.

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Donnerstag marschierte die Polizei dann erneut auf: Dieses Mal wurden die Häuser in der Rigaer Straße 95 und 96 nach gefährlichen Gegenständen durchsucht, allerdings ohne Erfolg. Nachdem die Politiker Hakan Tas (Linke) und Canan Bayram (Grüne) den Einsatz in der Rigaer Straße „unverhältnismäßig“ genannt hatten, sagte Innensenator Frank Henkel  dem KURIER: „Eine parlamentarische Solidarisierung mit linksextremistischen Gewalttäter finde ich erbärmlich. Es war ein notwendiger und folgerichtiger Einsatz, der meine hundertprozentige Unterstützung hat.“

Die vorangegangene Attacke auf den Kontaktbereichsbeamten sei ein „hinterhältiger, skrupelloser Angriff einer Übermacht gegen einen ungeschützten Beamten“ gewesen.

Aus dem Umfeld der Hausbesetzer wird nun offen gedroht. Auf einer Internet-Plattform im Internet heißt es: „Die Polizei hat einen Krieg angefangen, den sie nur verlieren kann!“ Der Staat müsse nun „mit mächtigen Gegenaktionen rechnen, ja vielleicht sogar mit bewaffneten Kampfhandlungen.“