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Nach Sex-Attacken in Köln: So rüstet sich die Berliner Polizei

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Nach der Horror-Silvesternacht zeigt die Kölner Polizei Präsenz am Hauptbahnhof.

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dpa

Berlin/Köln -

Die Hauptstadt-Polizei will die Übergriffe auf Frauen in Köln in eigene Sicherheitsüberlegungen einbeziehen. „Massenhafte sexuelle Übergriffe haben wir hier aber nicht gehabt“, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Bei Großveranstaltungen sei in Berlin ohnehin stets viel Polizei im Einsatz.

Bei der jetzt anstehenden Fashion Week sei zunächst der Veranstalter für die Sicherheit verantwortlich. Die Polizei sei aber im Umfeld präsent, so der Sprecher. Bei der Modewoche vom 19. bis 22. Januar steht ein großes Zelt mit Laufsteg am Brandenburger Tor.

In Köln hatten sich am Silvesterabend etwa 1000 Männer auf dem Bahnhofsvorplatz versammelt, die mit Feuerwerkskörpern um sich warfen. Als die Polizei einschritt, bildeten sich kleinere Gruppen. Danach sollen Frauen sexuell bedrängt und ausgeraubt worden sein, mehr als 100 Strafanzeigen gingen bislang ein.

In Berlin sei bislang eher die Methode von Taschendieben bekannt, ihre Opfer anzutanzen. Die Leute würden umarmt und seien dann abgelenkt. „Und hinterher ist das Portemonnaie weg.“ Wenn Täter fremde Menschen anfassen, konzentrierten die sich meist auf Abwehr und achteten in dem Moment nicht auf ihre persönlichen Sachen, so der Sprecher. dpa