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Irrer Messerstecher: Polizei wertet Videoaufzeichnungen aus

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dpa

Kreuzberg -

Die Jagd auf den irren Messerstecher, der die Hauptstadt in Angst und Schrecken versetzt hat, geht weiter.

Auf Anfrage des KURIERS teilte die Polizei am Sonntag mit, dass der Mann noch nicht gefasst sei.

Es liefen aber verschiedene Maßnahmen zu dessen Identifizierung. So werden derzeit auch Videoaufzeichnungen ausgewertet. "Die Kollegen prüfen, ob es daraus weitere Hinweise auf das Aussehen des Mannes gibt", so eine Polizeisprecherin. So hätten die Beamten Aufzeichnungen von Kameras in der Umgebung beschlagnahmt. Man erhoffe sich einen entscheidenden Tipp aus der Bevölkerung.

Zuvor haben jedoch auf der Facebook-Seite des KURIER mehrfach Nutzer bemängelt, dass die Täterbeschreibung bisher nicht sehr ausführlich sei. Besonders die Kommentatorinnen machen sich daher weiter Sorgen um ihre Sicherheit.

Der Unbekannte hatte am Samstag Frauen in Berlin-Kreuzberg aus bisher ungeklärten Gründen mit dem Messer in den Oberschenkel gestochen. Er hatte die Frauen vermutlich wahllos ausgewählt. Über die Motive des irren Messerstechers kann bisher nur spekuliert werden.

Zunächst hatte er eine 30-Jährige angegriffen, die in der Oranienstraße zu Fuß in Richtung Moritzplatz lief. Er soll nach der Attacke Richtung Oranienplatz geflüchtet sein.

Später habe vermutlich der selbe Mann in der Adalbertstraße auf eine 29-Jährige eingestochen.

Beide Frauen mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Zudem soll er auch auf eine Mutter mit ihrem Baby losgegangen sein. Der Mann soll zunächst eine Stichbewegung in Richtung der 34-Jährigen gemacht haben, die einen Säugling vor ihrem Bauch trug. Die Frau habe ihn aber wegschubsen können, so dass das Baby nicht verletzt wurde.

Die Opfer beschreiben den Angreifer als Mann von hagerer Gestalt, im Alter zwischen 30 und 40 Jahren und 1,60 bis 1,70 Meter groß. Er habe einen Dreitagebart, eine dunkle Hose, eine dunkle Kapuzenjacke und darüber einen schwarzen, halblangen Mantel getragen. PA/tib