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Erster Kälte-Toter in Berlin: Friedrichshain: Mann erfriert in Armen-Zelt

Friedrichshain -

Ein Mann erfriert in seinem Zelt. Ein Obdachloser, der in der eisigen Nacht keinen warmen Platz zum Schlafen fand. Es ist so tragisch: Er ist der erste Kälte-Tote in diesem Winter. Die Leiche des etwa 50-Jährigen wurde am Samstag auf einem Bauplatz in der Bevernstraße in Friedrichshain entdeckt. Er soll in der kommenden Woche obduziert werden.

Der Tote, er war einer der mindestens 8000 Obdachlosen Berlins. Um ihnen so ein trauriges Schicksal zu ersparen, ist schon seit Anfang November der Kältebus der Stadtmission unterwegs. Die freiwilligen Mitarbeiter versorgen Menschen, die in Berlin auf der Straße leben, in der Nacht mit heißen Getränken. Auch die Kältehilfe Berlin hat ihre Arbeit aufgenommen. In 30 Projekten stehen stadtweit fünf Monate lang insgesamt 430 Schlafplätze zur Verfügung. Es gibt Wärmestuben und Nachtcafés, Busse bringen die Bedürftigen zu den Einrichtungen. Der Senat geht von rund 500 benötigten Übernachtungsplätzen aus, unterstützt das Projekt allerdings nicht. KEI, KOB