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Jan Josef Liefers: Das Rüpel-Interview

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Der Steglitzer Jan Josef Liefers gehört zu der deutschen Top-Liga der Schauspieler. Als Schüler war er eher ein Problemfall, wie er jetzt verriet.

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dpa

Berlin -

Eigentlich ist er ein Netter. Smart und witzig im TV, immer freundlich lächelnd auf Berliner Straßen, in Plauderlaune auf Promi-Partys. Jan Josef Liefers, everybodys darling. In einem Interview verriet er jetzt, dass dies nicht immer so war.

Zurückgezogen wohnt der 51-Jährige in Berlin. In einem Haus in Parknähe in Steglitz, mit den beiden Kindern und Lebensgefährtin Anna Loos. Ein friedlicher Nachbar. Seine ehemaligen Lehrer hätten ihm dieses Leben wohl nicht zugetraut.

„Ich glaube, einige hatten die Nase voll von mir“, sagte Liefers der „Rheinischen Post“. Er sei unaufmerksam und albern gewesen, aber dennoch ein guter Schüler: „Meine Fachnoten waren gut, meine Verhaltensnoten weniger: Betragen vier.“ Dennoch: „Ich war kein Störenfried.“

Für die Karriere geschadet hat dies nicht. Liefers ist beliebt als „Tatort“-Kommissar in Münster, Montag (20.15 Uhr) schickt ihn das ZDF als schneidigen Anwalt in eine elitäre Privatschule. „Die 7. Stunde“ pendelt zwischen hartem Thriller und albernem Slapstick. Aber: „Ich war kein Troublemaker oder jemand der andere drangsaliert hat.“

Die Lockerheit hat sich Liefers behalten. Selbst beim Thema Auto. „Privat fahre ich ein altes, das kurz davor ist, den Oldtimer-Status zu bekommen, jedenfalls wenn es anspringt. Das ist aber mehr ein Hobby, eine Schwäche für Otto-Verbrennungsmotoren.“ Angst vor neuen Technologien hat der gebürtige Dresdner nämlich nicht, ist sehr aktiv beim Internetdienst „Twitter“.

Seinem Smartphone steht er kritisch gegenüber. „Wir wissen von Datenschützern, dass man auch den Geheimdienst ins Zimmer holen könnte, anstatt dieses Gerät zu benutzen. Trotzdem dient es meiner Art zu leben: Ich bin vernetzt, kommuniziere mit vielen Menschen.“