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Gojko Mitic: "Ich verdanke Winnetou sehr viel"

Geburtstagskind Gojko Mitic

Geburtstagskind Gojko Mitic

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dpa

Freude und Trauer – sie liegen bei Gojko Mitic ganz dicht beieinander. Der Star wird am Sonnabend (13. Juni) 75, darf mit einer neuen Theater-Rolle in den Geburtstag hineinfeiern. Doch in die Vorfreude mischt sich die Trauer um Pierre Brice, der jetzt mit 86 Jahren starb.

„Als ich hörte, dass er gestorben ist, hat mich das tief getroffen“, sagte Mitic der „Super-Illu“. Schließlich verdankt der Serbe den westdeutschen Karl-May-Filmen mit Pierre Brice in den 60er-Jahren, dass er Chef-Indianer der DEFA wurde.

Eigentlich wollte Mitic Sportlehrer werden. Doch dann kamen die Karl-May-Film-Leute nach Jugoslawien. Sie entdeckten Sportstudent Gojko an der Uni. Und schon durfte er als Indianer an Winnetous Seite in Filmen wie „Unter Geiern“ (1964) mitreiten. „Ich muss zugeben, dass ich bewundernd zu Pierre aufgeschaut habe“, sagt Mitic.

Den Ritt mit Winnetou sahen auch die DEFA-Chefs. Und so bekam Gojko Mitic 1965 die Hauptrolle in „Die Söhne der Großen Bärin“. Zehn Millionen Zuschauer sahen den Film in jenem Jahr, waren begeistert. Weitere Häuptlingsrollen folgten als „Ulzana“, „Tecumseh“ oder „Chingachgook“. Gojko wurde zum unvergessenen Chef-Indianer der DEFA.

Wieder als Häuptling durch die Prärie reiten – fit genug fühlt sich Gojko dazu. „Ich habe Winnetou noch mit 66 Jahren gespielt“, sagt er stolz. Das war bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg von 1992 bis 2006, als Nachfolger von Pierre Brice.

Hoch zu Ross tritt Mitic auch jetzt wieder auf. Als Graf Hans Georg von Arnim wird Gojko ab Freitag bei den Odertal-Festspielen in Schwedt im Stück „Die Verschwörung von Chorin“ über die Bühne reiten. Und beim geplanten RTL-„Winnetou“-Dreiteiler wird er auch dabei sein. „Einmal Indianer, immer Indianer“, sagt Mitic.