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Gabriel Merz und Marco Girnth: Das Kumpel-Interview

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Na, denn prost! Merz (li.) und Girnth ausgelassen in Berlin. Die beiden wohnen nicht weit entfernt voneinander in der Hauptstadt, schrieben auch schon gemeinsam Drehbücher und sind bei der „SOKO Leipzig“ wieder vereint. Merz steht von den Toten auf. Ob er nun immer in der Serie bleibt? 

Foto:

Sabine Gudath

Diese zwei Kerle sind seit 15 Jahren ganz dicke – ob privat oder vor der Kamera. Marco Girnth (45) und Gabriel Merz (44). KURIER traf sie zum Kumpel-Interview.

Denn es gibt ein Comeback: Die Schauspieler sind wieder gemeinsam in der Serie „SOKO-Leipzig“ zu sehen.

Fünf Jahre lang standen sie als Kommissaren-Doppel vor der Kamera. Dann das SOKO-Aus für Merz. 2006 wurde er erschossen. „Ich wollte damals noch mal was anderes machen – Drehbücher schreiben, eine Produktionsfirma gründen“, sagt er. All das setzte er um. Die Freundschaft zu Girnth blieb. Merz: „Wir sind fast gleichzeitig vor zwölf Jahren Väter geworden, ich mit Zwillingen, Marco mit einem Sohn.“

Merz und seine Frau leben inzwischen getrennt, er ist mehr oder weniger alleinerziehend, die Kinder (ein Junge, ein Mädchen) wohnen bei ihm. „Manchmal ist es ziemlich chaotisch, aber irgendwie bekommt man es doch immer wieder hin“, sagt er. Kumpel Girnth sei eine große Hilfe. Dieser pflichtet bei: „Die Kinder übernachten mal bei uns, mal bei Gabriel. Das klappt super.“

Girnth (seit 1998 mit Kollegin Katja Woywood verheiratet) weiter: „Ich habe einen Riesen-Respekt vor Alleinerziehenden. Wenn man alles alleine wuppt, sich nicht mit dem Partner austauschen und an einem Strang ziehen kann, das ist schon eine Herausforderung. “

Gerade waren sie zusammen im Skiurlaub in Österreich. Und: 2015 reisten die beiden nach Uganda, Girnth ist dort Schirmherr für ein Straßenkinderprojekt. Der SOKO-Kommissar (spielt Jan Maybach): „Das macht unsere Freundschaft aus, was ich sehr schätze. Ich wollte spontan dorthin reisen, rief Gabriel an, fragte ihn, ob er mitkommen möchte. Und er antwortete sofort: Ja, klar.“

Im Sommer besuchten acht Straßenkinder aus Uganda Berlin, wohnten in Merz’ Wohnung. „Ich bin dann mit meinen Kindern zu Marc gezogen. Das hat super geklappt.“ Zudem sieht man die beiden heute bei „SOKO Leipzig“ (21.15 Uhr, ZDF). Merz erwacht als verstorbener Kollege Miguel Alvarez von den Toten. Spannung pur – mit Verschwörungstheorien, BND- und Ex-DDR-Verwicklungen. Girnth: „Ich finde den Film super. Es ist halt eine spannende Frage, wie kann das sein, dass jemand wiederkommt, der erschossen worden ist? Es löst sich alles sehr intelligent auf.“ Ein SOKO-Comeback für Merz? „Schauen wir mal“, grinst er. „Alles ist offen.“