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"Colonia Dignidad": Emma Watson verführt Daniel Brühl

Am Freitag präsentierten Emma Watson und Daniel Brühl ihren Film am Potsdamer Platz.

Am Freitag präsentierten Emma Watson und Daniel Brühl ihren Film am Potsdamer Platz.

Foto:

dpa

Berlin -

Einst kämpfte Emma Watson (25) für Zauberlehrling Harry Potter. Jetzt ist für sie Daniel Brühl (37) der neue Held. Als Film-Liebespaar zeigen sie sich nun auf dem Potsdamer Platz auf dem roten Teppich – bei der Premiere des Thrillers „Colonia Dignidad – Es gibt kein Zurück“.

Alles beginnt mit einer leidenschaftlichen Nacht. Lena (Emma Watson) verführt Daniel (Daniel Brühl). Doch dann muss Watson alles riskieren, um ihren Daniel zu retten. Denn der Film spielt im Chile von 1973, wo gerade Diktator Augusto Pinochet die Macht an sich reißt. Brühl gerät als Fotograf in die Fänge der Machthaber – und wird auf das Gelände der „Colonia Dignidad“ verschleppt. Das ist der Name einer berüchtigt-brutalen deutschen Sekte, die von dem Pinochet-Regime als Folterzentrum genutzt wird. Watson schmuggelt in die Sekte, um Filmfreund Brühl zu befreien.

Daniel Brühl, Emma Watson

Daniel Brühl und Emma Watson in dem Thriller "Colonia Dignidad".

Foto:

Majestic / Ricardo Vaz Palma

„Ich wollte diese Geschichte erzählen“, sagte Watson am Abend. Auch Brühl zeigte sich begeistert: „Es ist wichtig, dass solche Filme Denkanstöße liefern.“ Denn die Sekte und die Verflechtung mit dem Regime gab es wirklich. Auch den sadistischen Prediger Paul Schäfer. Als in Deutschland gegen den Alt-Nazi wegen Kindesmissbrauchs ermittelt wurde, floh er nach Chile, gründete 1961 die „Colonia Dignidad“. Schäfer wurde 2006 zu 20 Jahren Haft verurteilt. Er starb 2011.