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Vegetarisch: Die Currywurst, für die kein Tier sterben muss

Prenzlauer Berg -

Es ist eine Revolution in der Konnopke-Wurstdynastie: Mario Ziervogel, Enkelsohn von Max Konnopke, der 1930 mit dem Wurstverkauf begann, hat seit wenigen Tagen eine vegetarische Currywurst im Angebot. Der KURIER hat sie probiert.

Rein äußerlich ist die Veggie-Wurst nicht als solche zu erkennen. Braun gebrannt liegt sie in der Schale, Ketchup und Currypulver oben drauf. „Der Prenzlauer Berg ist ja öko und bio. Wir hatten eine Kundin hier, die nach einer vegetarischen Wurst fragte – das war für uns der Stein des Anstoßes“, erzählt Mario Ziervogel, Inhaber von „Ziervogel’s Kult-Curry“.

Die Vegetarier, die jetzt in den Laden kommen, müssen sich nicht mehr an Pommes und Kartoffelsalat festhalten. Die Wurst aus Weizen, Soja, Erbsen und Gewürzen mundet sogar Mario und seiner Frau Viola. „Sie sieht super aus und schmeckt echt lecker“, sagt Viola Ziervogel. „Wir frittieren sie in Pflanzenfett, die Normale in Schmalz.“

Auch der Preis stimmt: 1,90 Euro, genau wie die Würste aus Schwein oder Geflügel. Aber wie genau schmeckt sie denn? Der KURIER hat probiert. Der Geschmack ist mit dem einer normalen Wurst nicht zu vergleichen. Aber trotzdem schmeckt sie sehr gut. Der „Darm“, ein Eiweißsaitling, ist relativ fest, die Füllung dagegen weich. „Ein bisschen, als hätte man Buletten gemacht und zu viel Brot reingetan“, vergleicht Kundin Britta Bonnemeier (44) aus Pankow.

Wahrscheinlich nichts für Fleischfans, aber doch eine sehr gute Alternative für Vegetarier.



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