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Tropenkrankheit: Erste Zikavirus-Infektion in Berlin

Mücke

Angeblich wird das Zika-Virus durch Mückenstiche übertragen.

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dpa

Neukölln -

Bei einem Mann aus Berlin ist das Zika-Virus festgestellt worden. Das geht aus einem Bericht des Gesundheitsamtes hervor. Der 31-Jährige soll sich während eines Urlaubs in Port-au-Prince auf der Karibikinsel Haiti angesteckt haben. Das Virus steht im Verdacht, ungeborene Kinder zu schädigen und gefährliche Mutationen zu verursachen.

Der Mann habe sich laut Medienberichten in Neukölln in medizinische Obhut begeben. Danach soll das Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg das Zika-Virus bei einer serologischen Untersuchung festgestellt haben. Zwar sei der Mann nicht akut erkrankt, trage das Virus womöglich aber immer noch im Körper.

Das Zika-Virus ist laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein Risiko für Frauen und Neugeborene. Mit rasanter Geschwindigkeit breitet es sich derzeit in Lateinamerika aus. Nach jetzigem Kenntnisstand wird das Virus durch Mückenstiche übertragen. Angeblich seien bereits vier Millionen Menschen infiziert. Eine weltweite Ausbreitung könne nicht ausgeschlossen werden.

Die WHO rief Anfang Februar den internationalen Gesundheitsnotfall aus. Die US-amerikanischen und europäischen Seuchenschutzbehörden warnen vor Reisen in Zika-Gebiete. So wird Schwangeren vor der Reise zu den Olympischen Spielen nach Brasilien abgeraten. Bei betroffenen Kindern wurde festgestellt, dass sie mit einem deutlich kleineren Kopf als gesunde Babys geboren werden. Außerdem drohen Entwicklungsstörungen, geistige Behinderungen, Krampfanfälle und Todesfälle.



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