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Berliner-Kurier.de | SPD: Stöß beklagt Nazi-Attacken
25. September 2014
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SPD: Stöß beklagt Nazi-Attacken

Der SPD-Vorsitzende Jan Stöß beteiligte sich in Buch an einer Aktion gegen Angriffe Rechtsradikaler.

Der SPD-Vorsitzende Jan Stöß beteiligte sich in Buch an einer Aktion gegen Angriffe Rechtsradikaler.

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dpa

Pankow -

SPD-Chef Jan Stöß stärkt den Genossen im Norden der Stadt den Rücken. Nach Angriffen Rechtsradikaler auf SPD-Leute in Buch half er Mittwoch, an einem Stand von SPD und Linke, Info-Material gegen Rechtsextremismus zu verteilen. Ein Rechtsradikaler mit Kampfhund versuchte dabei, einen Helfer einzuschüchtern.

Im Juni hatte hatte ein NPD-Funktionär am gleichen Ort vor einem Supermarkt Fotos von den Menschen am SPD-Stand Wiltberg-/Walter-Friedrich-Straße gemacht und mit Pfefferspray gedroht, als es laut Polizei zu einem „Gerangel“ kam. SPD-Mitglieder berichteten von Tätlichkeiten mehrerer Rechtsextremisten.

Schon im Mai im Europa-Wahlkampf war es in Buch zu Neonazi-Attacken gekommen: Bei einem „Spaziergang der Toleranz“ gab es Pöbeleien und Bedrohungen. Eine SPD-Frau (60) wurde zu Boden gestoßen. Ein Infostand konnte nicht aufgestellt werden, die Polizei musste die Sozialdemokraten schützen. Stöß: „Wir haben gemerkt, dass hier immer wieder Nazis dreist auftreten. Dem werden wir uns entgegenstellen. Ich war im Mai selbst dabei, als SPD-Mitglieder bedroht wurden.“

Wenige Tage zuvor war es an einem Stand der Linken ebenfalls zu Bedrohungen gekommen. SPD, Linke, Grüne und Piraten klagten, dass Wahlplakate verschwanden oder zerstört wurden.

Bis auf den „Besuch“ des Kampfhund-Rechten ging es am Mittwoch ohne Zwischenfälle ab, die Parteien wurden ihr Info-Material fast völlig los.