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Schlagersänger Bert Beel Der Mann, der Hundehäufchen zu Gold macht

Charlottenburg -

Rund um die Deutsche Oper tauchen immer wieder güldene Hundehaufen auf: angesprüht und mit Deko-Sternchen verziert. KURIER fand den Mann, der Sch... zu Gold macht. Es ist Schlagersänger Bert Beel (68)!

Beel stinken die Häufchen in seinem Kiez gewaltig. „Neulich lag einer hinter meinem Auto, der war sooo groß“, erzählt er mit weit aufgerissenen Augen. „Das war besonders widerlich!“ Vor gut einem Jahr fing er an, die Köttel zu besprühen. Heimlich. Es überkam ihn einfach so. „Ich bin ein Ästhet. In meinem Leben muss eben alles schön sein“, sagt Beel. Dass er weitermachte, und nun auch darüber spricht, hat einen kuriosen Grund.

„Wenn ich die Hundehaufen mit Goldspray angesprüht habe, verschwinden sie schneller“, hat der Schlagerstar beobachtet. „Vielleicht ist den Leuten das zu dekadent.“ Mehrmals pro Woche geht Beel, ausgerüstet mit Glitzer von „Deko Behrendt“, auf Häufchenjagd. Aber er ist nicht immer erfolgreich.

Einen besonders großen Haufen hat Beel, gelernter Dekorateur, neulich mit einem Strassstein verziert. „Als ich das nächste Mal dran vorbeilief, hatte doch tatsächlich jemand den Stein geklaut!“ Der Haufen aber lag nach wie vor herum.

„Ich verstehe einfach nicht, warum die Hundebesitzer den Dreck nicht wegmachen“, ärgert sich der Sänger. „Gleich hier um die Ecke gibt es doch einen Automaten mit Beuteln für Hundekot.“

Beel betont, dass er kein Hundehasser sei. „Ich mag Tiere. Aber ihre unachtsamen Halter würde ich manchmal auch gerne einfach ansprühen!“ Spricht’s und landet beim Fotoshooting in der Schillerstraße direkt in einer der braunen Tretminen. Hätte er sie vorher golden angesprüht, wäre das sicher nicht passiert ...