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Sammelalbum: Jetzt gibt’s die DDR zum Kleben

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Auf Sonderseiten im Buch können Sticker mit DDR-Motiven eingeklebt werden.

Foto:

Sabeth Stickforth

Berlin -

Jeder kennt sie – die Hefte, in denen Fußballfans Sticker sammeln. Aber: Muss es Fußball sein? Nein, dachten sich zwei Designer, machten die deutsche Teilung zum Sammelobjekt. Jetzt gibt’s die DDR zum Kleben!

„Haste schon ’n Trabi?“ – „Nee, aber dit Care-Paket!“ Solche Gespräche wird’s in Berlins Schulen wohl bald öfter geben. Thomas Henseler und Susanne Buddenberg wird’s freuen – sie feierten schon mit Ost-West-Comics wie „Tunnel 57“ Erfolge, bringen nun ein DDR-Sticker-Album auf den Markt.

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Die DDR zum Einkleben - gemacht von Berliner Designern.

Foto:

zVg

„Bei Kindern sind Sticker immer ein Thema“ sagte Buddenberg dem KURIER. Die beiden Designer überlegten, wie man die Klebe-Begeisterung für die Bildung einsetzen könnte – die Idee für das Buch war geboren. Im Comic-Stil erzählt das Heft „DDR-Geschichte zum Einkleben“ (Berlinstory Verlag, 16,95 Euro) die Liebesgeschichte zwischen einem Ost-Mädchen und einem West-Jungen. „Mit Comics erreicht man viele Menschen, sie sind die Brücke zwischen den Generationen“, sagte Henseler. „Und bierernste Literatur zur DDR-Geschichte gibt es schon genug“. Die besondere Idee: In sieben Museen (u.a. DDR-Museum, Aliiertenmuseum) gibt es bei Vorlage des Buches Sticker mit DDR-Motiven, die auf Sonderseiten gesammelt werden. Gefördert wurde das Projekt von der Bundesstiftung Aufarbeitung. Die Autoren stammen nicht aus der DDR. „Wir finden es aber wichtig, dass man sich auch heute damit beschäftigt, wie es ist, in einer Diktatur zu leben“, sagte Henseler.  



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