E_Paper_BK
BERLINER KURIER - Berlins ehrliche Boulevardzeitung im Netz

S-Bahnhof Pankow: Jetzt müssen Radler einparken lernen

AKL_Pankow_21
Foto:

cam.cop media / Klug

Pankow -

Wenig Platz, viele Fahrräder. An den S-Bahnhöfen sieht es oft aus wie auf einer Sammelhalde. Jetzt gibt’s eine Lösung. Die besteht aus einem Stahlgerüst und zwei Etagen, bietet Platz für mehr als 300 Radler! Der Doppelstock-Fahrradparker ist Montag am S-Bahnhof Pankow vorgestellt worden.

Das Geschoss soll Ordnung ins Chaos am drittgrößten Fahrradparkplatz der Stadt bringen. Peter Buchner (S-Bahnchef Berlin), Christian Gaebler (Staatssekretär für Stadtentwicklung, SPD) und Bezirksstadtrat Jens-Holger Kirchner (Grüne) sind die Initiatoren des Projektes und machten den Nützlichkeitstest.

AKL_Pankow_39

Kirchner, Buchner und Gaebler (v.l.) testen den neuen Doppelstock-Fahrradparker in Pankow.

Foto:

cam.cop media / Klug

170.000 Euro verschlang die Anlage. Geld gab's vom Senat. Wartung übernimmt die S-Bahn. Montiert wurde das Gerät bereits im Dezember. Oben zieht man eine Schiene „teleskopartig“ heraus, Halterung absenken, Bike draufwuppen, hochschieben, fertig. Buchner, Gaebler und Kirchner schafften das problemlos. Ob das bei älteren Herrschaften auch der Fall ist, bleibt jedoch abzuwarten. Auf jeden Fall müssen erstmal alle einparken lernen.

Unten bleibt alles wie bei den 11.000 anderen Fahrradstellplätzen an 91 Orten in der Stadt.

Neuer Fahrradparkplatz in Pankow
 Eröffnung des neues Fahrradparkplatzes in Pankow.


Gaebler sieht das Modell als weiteren Baustein der Fahrradstrategie des Senats und als nützliche Methode den Fahrradwirrwarr an den S-Bahnhöfen in den Griff zu bekommen.

In Zukunft sollen weitere 150.000 Euro für 330 Stellplätze an den S-Bahnhöfen Kaulsdorf, Schönhauser Allee, Bellevue und Karlshorst locker gemacht werden. Buchner stellt klar: „Weniger die Finanzierungsmittel sind begrenzt, als der Platz vor Ort.“  


Neue Nachrichten

Wir haben neue Artikel für Sie. Möchten Sie jetzt die aktuelle Startseite laden?