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Neuer Katastrophen-Böller BER-Fluchhafen: Computer-Kühlung kaputt

Baucontainer statt pulsierendem Flugbetrieb in Schönefeld.

Baucontainer statt pulsierendem Flugbetrieb in Schönefeld.

Foto:

dapd Lizenz

Berlin -

Es ist die letzte Nachricht des Jahres um den neuen Fluchhafen in Schönefeld und sie ist wieder schlecht. Feuer unterm Dach gibt’s da inzwischen nicht nur wegen der mangelhaften Brandschutzanlage. Neue Katastrophen böllern gerade rein.

Denn auch die Kühlung der zentralen Computeranlage bekommen die Techniker bisher nicht in den Griff, meldet der „Spiegel“ unter Berufung auf den jüngsten Controllingbericht. Aus dem gehe hervor, dass die Kälteaggregate „falsch dimensioniert“, also zu klein seien.

Es drohe die „Überhitzung und Notabschaltung der Kältemaschinen“. Die „Anlagenstruktur“ erfülle „nicht die erforderlichen Versorgungsbedingungen“. Notwendige Nachrüstungen sollen neu ausgeschrieben werden. Nicht die einzige Hiobsbotschaft! Für Ärger sorgt laut Bericht auch die Tankanlage unter dem Rollfeld. Bislang fehle der Sicherheitsnachweis für das sich über mehrere Kilometer erstreckende Pipelinesystem. Techniker sollen unter anderem festgestellt haben, dass Rohrverbindungsstücke nicht exakt passten.

Flughafensprecher Lars Wagner (38) bestätigt: „Die im Controllingbericht genannten Mängel sind bekannt und werden derzeit behoben.“
In seiner Neujahrsansprache zeigt sich Klaus Wowereit (SPD) zerknirscht: „Der Bau des neuen Flughafens hat mehr Ärger bereitet als Vorfreude ausgelöst.“ Die BER-Pannen bezeichnet er als „ärgerliche Rückschläge“. Wowereit hält aber am 27. Oktober 2013 als geplanten Eröffnungstermin fest. SCHA