E_Paper_BK
BERLINER KURIER - Berlins ehrliche Boulevardzeitung im Netz

Keine Chance für Falschparker: Hauruck-Demo der wütenden Nikoläuse

Charlottenburg -

Wenn Nikoläuse sauer werden, sollten sich Autofahrer warm anziehen. Vor allem die, die unerlaubter Weise auf Radwegen parken oder halten. Bei einem Flashmob rückten ihnen gestern Aktivisten mal so richtig auf die Pelle. Radwege blockierende Fahrzeuge wurden mit vereinten Kräften kurzerhand in die zweite Reihe versetzt.

„Falschparker auf Radwegen sind einfach ärgerlich und können Grund für schlimme Unfälle sein. Die Behörden tun zu wenig“, sagt Heinrich Strößenreuther (46), Initiator der Aktion wütender Nikoläuse. Strößenreuther führte seine zehn Mann starke Truppe vom Zoopalast bis zur Schlüterstraße. Per Rad natürlich. Sofort fielen ihnen drei Fahrzeuge auf, die den Radweg blockieren. Die Nikoläuse zögerten nicht. Erst wurde die Vorder- und dann die Hinterachse des weißen Fiat Panda auf die Straße versetzt.

Der Besitzer nahm’s gelassen. „Was soll ich anderes machen?“, sagte Nicola Talo (37). Er müsse sein Restaurant beliefern. Ladebuchten wären eine gute Lösung, so der Gastronom „In der Oranienstraße, Sonnenallee und Turmstraße ist es für Radler besonders schlimm“, sagt Strößenreuther. Auf 100 Meter kämen dort vier bis fünf Falschparker. Polizeibeamte, die die Aktion beobachteten, hatten dann für zwei Parksünder ein besonderes Weihnachtsgeschenk: Knöllchen! 20 Euro kostet eins. „Viel zu wenig“, findet Strößenreuther und wünscht sich: „80 bis 130 Euro würden den Falschparkern schon eher wehtun.“