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Integrationsministerin Bilkay Öney: Ihr Warnruf an das Multikulti-Berlin

SPD-Politikerin Bilkay Öney warnt davor, den Berlinern zu viel Einwanderung zuzumuten.

SPD-Politikerin Bilkay Öney warnt davor, den Berlinern zu viel Einwanderung zuzumuten.

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dpa/Gudath (Montage)

Berlin -

Scharfe Thesen über Migration und Multikulti: Sie können ein schriller Weckruf sein – oder ein riskantes Spiel mit Ängsten und Vorurteilen. Die Ex-Berlinerin Bilkay Öney (SPD), Integrationsministerin in Baden-Württemberg, sieht die Multikulti-Hauptstadt in Gefahr. Zu viele Zuwanderer, zu wenig Integration: In ersten Bezirken sei das Maß voll.

Fast eine Million Menschen in Berlin haben einen Migrations-Hintergrund. Der Senat erwartet 2015 noch 20000 Flüchtlinge, rund 11500 leben schon hier. In Öneys Augen ist das kein buntes Multikulti mehr: „Einige Bezirke sind aus dem Gleichgewicht geraten, weil der Anteil der Ausländer in kürzester Zeit extrem gestiegen ist.“ Wenn man im Kiez fast keine Deutschen mehr sehe, sei das alarmierend – auch für „alteingesessene Migranten“.

Bilkay Öney, früher Grünen-Abgeordnete in Berlin, sieht hier eine neue Konflikt-Linie: Wenn die Bezirke kippen, „stehen sich auch diejenigen gegenüber, die schon integriert sind, und diejenigen, die neu dazukommen und ihre Integrationsleistung erst noch erbringen müssen“. Ein Grundproblem sieht sie in fehlenden Grenzkontrollen, die zu Asyl-Missbrauch einladen – und „Einbruchsserien von fahrenden Banden“ befördern. Öney warnt davor, die Bürger zu überlasten: „Sie mögen es nicht, wenn das Asylrecht missbraucht wird.“

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