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Gerhart-Hauptmann-Schule: Ex-Besetzer greifen Bezirk scharf an

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Drei ehemalige Besetzer der Gerhart-Hauptmann-Schule. Sie suchen den Konflikt mit dem Bezirk. 

Foto:

Thomas Lebie

Kreuzberg -

Kurz vor dem Einzug neuer Flüchtlinge in die seit Jahren besetzte Gerhart-Hauptmann-Schule suchen die jetzigen Bewohner die Konfrontation mit dem Bezirk. „Wir fordern die Mitnutzung weiterer Räume in dem Gebäude, etwa der früheren Schulaula und eines Pavillons“, so Bewohner Alnour (31, Sudan) gegenüber dem KURIER. Das sei schließlich mit dem Bezirk vereinbart worden. Er lebt mit 23 weiteren Männern im Südflügel des früheren Schulgebäudes. Sie planen, aus dem Haus eine Art Flüchtlingszentrum zu machen. Doch es gibt Probleme: „Wir haben nur kaltes Wasser, eine einzige Dusche und die sanitären Anlagen sind kaputt“.

In den nächsten Tagen sollen 109 neue Flüchtlinge einziehen. Dafür wurde der Nordflügel umgebaut. Eine weitere Unterkunft soll ab Herbst auf dem Hof entstehen. In das damals leerstehende Gebäude hatten sich bis 2014 einige hundert Obdachlose und Flüchtlinge einquartiert. Nach langen Debatten und einem Aufmarsch der Polizei zogen die meisten Besetzer im Sommer 2014 aus. Jährlich zahlt der Bezirk mehr als eine Million Euro für den Unterhalt des Geländes.