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Für Tausende von Menschen: Flüchtlings-Stadt Tempelhof kann kommen

Rings um die Hangars soll eine riesige Flüchtlingsunterkunft entstehen.

Rings um die Hangars soll eine riesige Flüchtlingsunterkunft entstehen.

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dpa

Berlin -

Berlin Das Abgeordnetenhaus hat den Weg für eine Flüchtlings-Stadt auf dem Tempelhofer Feld frei gemacht: Bis zu 7.000 Menschen sollen hier unterkommen.

Die Opposition stimmt geschlossen gegen die Änderung des per Volksentscheid erlassenen Tempelhof-Gesetzes, das eine Bebauung verbietet.

Allerdings soll vorwiegend nur das betonierte Vorfeld genutzt werden, und das längstens bis Ende 2019. Dann sollen die Gebäude wieder weg.

Gewohnt werden soll in sechs der sieben Hangars (vier sind schon belegt, einer bleibt in Reserve) sowie in fünf Leichtbauhallen, Containergebäuden oder Traglufthallen.

Dazu kommen ein Komplex mit Schule und Kita, einer mit Sporthallen, Sportplätzen, ein Fußballplatz, eine Großküche, ein medizinisches Zentrum und eine Lagerhalle.

Die Opposition hält den Plan für „gefährlichen Irrsinn“, wie die Grünen-Fraktionschefin Antje Kapek formulierte. Die Unterbringung sei eine „menschenunwürdige Zumutung.“ Linken-Parteichef Klaus Lederer sagte, dass die Flüchtlingsstadt für die Integration eine „Vollkatastrophe“ seien.

Senat und rot-schwarze Koalition dagegen führte ins Feld, dass die große Zahl von Flüchtlingen solche Maßnahmen unabdingbar machten. Die grüne Freifläche Tempelhofs bliebe unangetastet.

Außerdem beschlossen: die Einrichtung eines Landesamts für Flüchtlingsfragen, das dem Lageso die Erstaufnahme, Unterbringung und Registrierung abnehmen soll. GL